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Schulprovisorium Langacker: Wiler Parlament stimmt zu, wenn auch widerwillig

Der Pavillon Langacker kann erstellt werden. Mit 25 zu 8 Stimmen sprach sich das Parlament für den Kredit von 5,6 Millionen Franken aus. Mit dem Bau will die Stadt dem Platzmangel in Schulen Herr werden.
Gianni Amstutz
So soll der Schulpavillon Langacker beim Lindenhofschulhaus aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll der Schulpavillon Langacker beim Lindenhofschulhaus aussehen. (Visualisierung: PD)

In der vorberatenden Kommission hatte es sich bereits abgezeichnet, nun folgte die Bestätigung im Parlament. Der Schulpavillon Langacker kann gebaut werden. Die Mehrheit des Parlaments stimmte dem Bericht und Antrag des Stadtrats zur Erstellung des modularen Schulbaus zu. 5,6 Millionen Franken wird das Provisorium kosten. Mit diesem will die Stadt eine Entspannung für die beengte Raumsituation in den Schulen herbeiführen. Denn bereits im Sommer werden auf der Primarschulstufe zwei Klassenzimmer fehlen. Mit dem Schulhauspavillon werden nun acht Klassenräume geschaffen.

Die Dringlichkeit war denn auch eines der Hauptargumente, das für den Standort Langacker sprach, der zwischen dem Lindenhofschulhaus und dem Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz liegt. Denn nur an diesem Standort sei eine sofortige Verfügbarkeit garantiert, erklärte der zuständige Stadtrat Daniel Stutz. Ausserdem sei hier der Bedarf aufgrund «markant steigender Schülerzahlen» am grössten. Dies vermochte schliesslich die Mehrheit der Parlamentsmitglieder zu überzeugen. Susanne Gähwiler (SP) sagte:

«Es geht nicht, dass wir das Geschäft weiter hinauszögern, denn die Zustände im derzeitigen Provisorium im Zeughaus sind nicht länger tragbar.»

Die FDP und Grossteile der SVP sprachen sich ebenfalls für den Standort Langacker aus. Auch wenn Erwin Böhi (SVP) sagte: «Trotz einigen Unsicherheiten in Bezug auf den Standort will die SVP eine weitere Verzögerung verhindern.»

Rückweisung abgelehnt

Es gab aber auch kritische Stimmen gegen die Vorlage von den Grünen Prowil und von der CVP. Die Grünen Prowil hatten vor Beginn der Debatte gar gefordert, das Geschäft an den Stadtrat zurückzuweisen. Dies, weil sie eine zentrumsnahe Lösung aufgrund eines Parlamentsbeschlusses aus dem Jahr 2012 für zwingend – und auch für sinnvoller - erachteten. Der Rückweisungsantrag wurde allerdings nur von Teilen der CVP unterstütz und fand keine Mehrheit.

Die Argumente und Mehrheitsverhältnisse änderten sich auch bei der Behandlung des Geschäfts nicht mehr. Bei allen Fraktionen und der Geschäftsprüfungskommission war unbestritten, dass es dringend zusätzlichen Schulraum braucht. Die Grünen Prowil machten sich weiter für eine zentrumsnahe Lösung stark, auch um eine bessere soziale Durchmischung in den verschiedenen Schuleinheiten zu ermöglichen. Christine Hasler von der CVP brachte zum Ausdruck, was wohl viele ihrer Fraktionsmitglieder empfanden:

«Aufgrund der untragbaren Zustände in den jetzigen Provisorien, werde ich dem Antrag des Stadtrats zustimmen, wenn auch nur zähneknirschend.»

Die Schlussabstimmung gewannen die Befürworter schliesslich mit 25 Ja- zu 8 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen.

Ausserdem wurde von den Gegnern des Standorts bezweifelt, ob das Provisorium nicht zum Providurium verkommt, da eine Verschiebung der Module aufwendig und teuer wäre.

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