Schulfreie Zeit zum Bauen nutzen

In Uzwil werden während der Sommerferien in öffentlichen Gebäuden Bauarbeiten verrichtet. Unter anderem wird am Primarschulhaus Neuhof und an der Oberstufenanlage Schöntalstrasse die Behindertengängigkeit verbessert. Die Kosten dafür betragen über eine Million Franken.

Kristian Filipovic
Drucken
Teilen
Die Rampe erleichtert Personen mit Rollstuhl den Weg ins Oberstufenschulhaus Schöntalstrasse.

Die Rampe erleichtert Personen mit Rollstuhl den Weg ins Oberstufenschulhaus Schöntalstrasse.

UZWIL. Während der Sommerferien sind manche Orte, von denen man glaubt, sie seien dann verlassen, doch nicht so menschenleer. So begegnet man diesen Sommer im Gemeindesaal und in den Schulhäusern von Uzwil Handwerkern und Bauarbeitern. Diese können jetzt, ungestört vom lebendigen Schulalltag, die vorgesehenen Arbeiten erledigen.

Permanent in Schuss halten

«Manche Schulen werden gebaut und 30 Jahre in Ruhe gelassen. Wir haben in unserer Gemeinde eine andere Philosophie. Wir wollen unsere Gebäude permanent in Schuss halten», sagt der Uzwiler Verwaltungsleiter Thomas Stricker. Darum werde während der Sommerferien immer etwas gemacht. Die grösseren Arbeiten seien nur zu dieser Zeit möglich zu bewältigen, damit die Schüler ungestört sind, sagt Stricker.

Lift und Rampe für Behinderte

An der Primarschulanlage Neuhof und am Oberstufenschulhaus Schöntalstrasse werden Massnahmen umgesetzt, um die Behindertengängigkeit zu verbessern. Die Primarschule Neuhof erhält einen Lift, um Personen im Rollstuhl die Fortbewegung im Schulhaus zu ermöglichen. Zudem entstehen sanitäre Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung. Die Kosten dafür betragen rund eine Million Franken.

Die Oberstufenanlage Schöntal hat bereits seit vergangenem Jahr einen Behindertenlift. Diesen Sommer ist dort nun beim Haupteingang eine Rampe entstanden. Auch erhält das Schulhaus eine IV-Garderobe. Beim Übergang zwischen dem Alt- und dem Neubau fehlt noch ein Treppenlift und eine Rampe. Bei Bedarf kann man diese Einrichtungen auch während der Schulzeit aufstellen, da es sich um kleinere Arbeiten handelt.

«Die Gemeinde hat sich vorgenommen, bei einem Primar- und einem Oberstufenschulhaus die Behindertengängigkeit zu verbessern. Menschen mit einer Behinderung sollen sich alleine, ohne fremde Hilfe, in der Schule bewegen können», sagt Stricker. Bis jetzt waren sie jedoch auf fremde Hilfe angewiesen. So wurde ein Schüler nach Algetshausen gefahren, weil die Schulanlage dort für behinderte Personen geeigneter ist.

Weitere Arbeiten

Zudem bekommt das Schulhaus Neuhof ein neues Klassenzimmer. Dieses setzt sich zusammen aus der ehemaligen Hauswartswohnung und einem Anbau. «Es wird eines der schönsten Schulzimmer», sagt Stricker. In der Funktionalität würde es sich nicht von den anderen Klassenzimmern unterscheiden. «Es wird darauf geachtet, dass überall ein vergleichbarer Standard herrscht.» Zwei neue Schulzimmer entstehen beim Schulhaus Herrenhof. Das ganze Dachgeschoss bekommt einen Neuanstrich, und zwei alte Zimmer werden umgebaut. Auch der Pausenplatz erfährt eine Veränderung. «Dieser steht schon seit Jahren auf der Wunschliste», sagt Stricker. Der Bodenbelag sei völlig uneben. Auf dem Pausenplatz wird nun alles abgeräumt und der Boden eben gemacht, um die Stolpergefahr zu bannen.

Doch nicht nur die Schulanlagen stehen auf dem Bauprogramm. Im Gemeindesaal ersetzten Arbeiter die alte Öl- und Gasheizung durch eine neue, die ausschliesslich mit Gas heizt.

An der Südseite des Primarschulhauses Neuhof wurde ein Lift gebaut. (Bilder: Urs Bänziger)

An der Südseite des Primarschulhauses Neuhof wurde ein Lift gebaut. (Bilder: Urs Bänziger)