Wil
Ein Kletterpark, ein mobiler Ballschutz oder ein Skaterpark: Stadt Wil bezieht Schüler in Gestaltung des Pausenplatzes beim Alleeschulhaus ein

Wie sollte ihr Pausenplatz zukünftig aussehen? Mit der Frage setzten sich die Kinder des Wiler Alleeschulhauses auseinander. Ihre Modelle präsentierten sie im Stadtsaal.

Christof Lampart
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An Kreativität mangelt es den Schülern nicht, wie dieses Modell zeigt.

An Kreativität mangelt es den Schülern nicht, wie dieses Modell zeigt.

Bild: Christof Lampart

Der Pausenplatz beim Wiler Alleeschulhaus ist weit mehr als «nur» ein Tummelplatz für Kinder vor und zwischen den Unterrichtslektionen. Er ist gewissermassen das öffentliche Zentrum dessen, was das «Alleequartier» ausmacht. Hier treffen sich nicht nur Unter- und Mittelstufenschüler und Lehrpersonen, sondern er wird in der ausserschulischen Zeit intensiv von diversen Gruppen genutzt.

Da Wil plant, den Alleeschulhaus-Pausenplatz umzugestalten und weiterzuentwickeln, gelangte man auf der Suche nach Ideen zuerst an jene, die den Platz am häufigsten nutzen: die Primarschüler. Diese nahmen die städtische Initiative begeistert auf und machten sich zusammen mit Profis der «Denkstatt» aus Zürich an die Umsetzung der Modelle. «Die Kinder waren sehr kreativ, haben sie doch nicht einfach Wünsche geäussert, sondern Projekte angedacht, die realisiert werden könnten», freute sich die Leiterin des Alleeschulhauses, Barbara Vogel, am Freitagnachmittag beim Gang durch die Modellausstellung im Stadtsaal.

Eine Bereicherung fürs ganze Quartier

Tatsächlich hatten die Kinder bei der Präsentation ihrer 16 Modelle gute Argumente für ihre Kreationen. Ein «mobiler Ballschutz» sei sinnvoll, weil «er verhindert, dass der Ball auf die Strasse rollt», erklärte Viertklässler Mirko Gavric. Und die Drittklässlerin Vipooja Kamalantlin zeigte sich überzeugt, dass eine grosse Skateboardanlage nicht nur lustig, sondern auch «nicht nur für uns Schülerinnen und Schüler super wäre» – also eine Bereicherung fürs ganze Quartier.

Genau jene Aspekte sind es, auf die Architekt Marko Sauer, der als Projektleiter Hochbau die Stadt Wil vertritt, ein besonderes Auge hat.

«Denn der Pausenplatz ist nicht nur für die Schule wichtig, sondern fürs Quartierleben.»

Es müssten bei der Planung die unterschiedlichsten Interessen unter einen Hut gebracht werden. Und was macht den Einsatz der Kinder so wertvoll für die Stadt? «Wir bekommen von den Kindern als Benutzerinnen und Benutzer wichtige Rückmeldungen. Sei es, was den tatsächlichen Zustand des Pausenplatzes betrifft oder über die mehr oder weniger sinnvolle Anordnung der Spielgeräte», so Sauer.

Was aus den Modellen entsteht, welche Anregungen übernommen und welche verworfen werden, ist noch offen. Als Nächstes wird bis zum Herbst dieses Jahres die Stadt Wil ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept erstellen, in das die Resultate dieser Modelle jedoch garantiert miteinfliessen werden.