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Schüler im Amt des Präsidenten

Gestern wählten Schüler der Oberstufe Sonnenhof in Wil die neue Präsidentin und den neuen Präsidenten des Schülerrates. Das ganze Schuljahr über versuchen diese, die Anliegen ihrer Mitschüler in Realität umzusetzen.
Miranda Diggelmann

Im Gang der Oberstufe Sonnenhof geht es wild zu und her. Die rund 160 Schülerinnen und Schüler des Wiler Schulhauses sammeln sich auf den Sitzbänken. Vor ihnen sind Bühne, Leinwand und Beamer installiert. Nachdem alle ihre Plätze eingenommen haben, wird es allmählich ruhig auf den Bänken. Ein Hauch von Nervosität liegt in der Luft. Gestern war es wieder einmal so weit: Wie jedes Jahr vor den Herbstferien standen die Schülerpräsidentschaftswahlen an. Zwei Mädchen der zweiten Oberstufe, gestern waren sie die Moderatorinnen des Anlasses, ergreifen auf der Bühne das Wort: «Herzlich willkommen zum diesjährigen Wahlmorgen.»

Vier Mädchen, zwei davon aus der ersten und zwei aus der dritten Oberstufe, und drei Knaben der dritten Oberstufe kandidieren heuer an der Wahl. Sie haben sich neben der Bühne aufgestellt. Je ein Mädchen und ein Knabe werden zur Präsidentin und zum Präsidenten des 19-köpfigen Schülerrates gewählt.

Mitgestaltung der Schule

Nach der Begrüssung der beiden Moderatorinnen gibt Benjamin aus der ersten Oberstufe ein englisches Lied zum Besten. Kurz ist die Schülerschaft dadurch etwas aufgelockert. Aber bald schon gilt es wieder ernst. Nachdem jeder einzelne Kandidat kurz mit einer Powerpoint-Präsentation zur Person vorgestellt wurde, tritt ein Special-Guest auf die Bühne: Ehemaliger Vertreter des Schülerrates Michele Aurelio ist zu Besuch. Er erzählt, was auf die Präsidentin und den Präsidenten zukommen wird, dass sie viel Verantwortung tragen werden und dass es ihre Aufgabe sein wird, den Anliegen der Schülerinnen und Schüler aktiv nachzugehen. «Ein Schülerpräsident ist dazu verpflichtet, gute Ideen zur Gestaltung der Schule einzubringen», sagt er. Michele Aurelio, heute auszubildender Kaufmann bei der Kantonalbank, stellt den Kandidaten noch ein paar Fragen, um ihre Fähigkeit zum Präsidenten oder zur Präsidentin zu prüfen. Danach geht es schon in den ersten Wahlgang. Die Schüler begeben sich in ihre Klassenzimmer. Jeder kriegt einen Stimmzettel und darf je einen Knaben und ein Mädchen ihrer Wahl ankreuzen. Danach werden die Schüler über die Sprechanlage gebeten, ihre Stimmzettel an der errichteten Urne einzuwerfen. «So hat die Präsidentenwahl auch einen bildenden Faktor. Schliesslich lernen die Schüler dadurch etwas über Politik und den Prozess einer Wahl, etwa wie man einen Stimmzettel ausfüllt», sagt Helen Frehner, Schulsozialarbeiterin. «Das Ziel des Schülerparlaments ist jedoch vor allem, dass wir die Schüler an der Gestaltung der Schule teilhaben lassen. So machen wir das nun schon seit elf Jahren», sagt Schulleiter Caesar Camenzind.

156 Stimmzettel haben die Schüler im ersten Wahlgang abgegeben, davon waren allesamt gültig. Ein absolutes Mehr hat es jedoch nicht gegeben. Im zweiten Wahlgang werden noch zwei Mädchen und zwei Jungen antreten und das Prozedere beginnt erneut. Endlich stehen die Gewinner fest: Fortan werden Enis Ajruli und Arlinda Pjetri als Präsident und Präsidentin des Schülerrates agieren, zumindest für ein ganzes Jahr lang. «Wir haben schon viele Ideen. Wir versuchen etwa, die Renovation des Sportplatzes in die Wege zu leiten», sagt Enis Ajruli. Auch Arlinda Pjetri freut sich sehr über den Erfolg und sagt: «Das Amt als Präsidentin ist für mich eine neue Herausforderung.» Die beiden würden in ihrem Amtsjahr versuchen, allen realistischen Wünschen ihrer Mitschüler nachzukommen.

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