Schuldenabbau hat weiter Priorität

Die zweite Bauetappe ist abgeschlossen, die abgetretenen Stiftungsräte ersetzt und die Schulden konnten im 2012 verringert werden. Die Stiftung Hof zu Wil ist zufrieden.

Christof Lampart
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WIL. Vor rund 60 Mitgliedern zog die Präsidentin des Stiftungsrates, Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, ein positives Fazit über das vergangene Jahr der Stiftung Hof zu Wil. Sie lobte die Arbeit ihrer Vorgänger und versprach, sich nicht nur von Amtes wegen – der Wiler Stadtpräsident ist automatisch Stiftungsratspräsident – für die Belange des äbtestädtischen Wahrzeichens einzusetzen, sondern auch, weil ihr «der Hof am Herzen liegt».

Mehr als die Hälfte ersetzt

Gefreut habe sie, dass es einfach gewesen sei, Nachfolger für die zurückgetretenen Stiftungsräte zu finden. «Alle Angefragten sagten spontan zu», sagte Susanne Hartmann. Immerhin traten sieben von 13 Stiftungsräten zurück, nämlich Bruno Gähwiler (Präsident), Christoph Häne, Katrin Meyerhans, Käthy Marfurt, Martin Schär, Rolf Allenspach und Beda Sartory. An ihre Stelle rückten Susanne Hartmann, Pascal Steiner (Vertreter Katholische Kirchgemeinde Wil), Simon Thalmann (Gemeindepräsident Niederhelfenschwil, Vertreter Regionsgemeinden), Barbara Staub, Thomas Bissegger, Joachim Zappe (alle Vertreter Wirtschaft) sowie Florence Leonetti (frei gewählt).

Nach dem Abschluss der zweiten Hof-Bauetappe sei man im vergangenen Jahr wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Dass immer wieder kleinere Arbeiten am riesigen Gebäude anfielen, sei normal. Unverändert gut wurden auch Angebote im Hof wie Stadtbibliothek und die Gastronomie genutzt. Somit sei gelungen, den Stiftungszweck im Alltag zu leben. «Wir wollen den Hof nicht nur als historisches Gebäude erhalten, sondern als lebendigen Treffpunkt betreiben», sagte Susanne Hartmann.

Plus höher als erwartet

Das Jahr war «ein finanziell gutes Jahr», sagte Finanzchef Heinz Felix. Dank geringerer Ausgaben und höherer Mehreinnahmen konnte ein Plus von 209 000 Franken erzielt und 280 000 Franken an Hypotheken zurückbezahlt werden. Ursprünglich war mit einem Mehrertrag von 120 000 Franken gerechnet worden. Auch in Zukunft wolle man Überschüsse nutzen, um Hypotheken zurück zu zahlen, sagte Felix. Zwar sei das Geld derzeit billig und somit höhere Hypothekarkredite problemlos finanzierbar, doch wolle die Stiftung die Schuldenlast reduzieren, bevor die dritte Hofsanierungsetappe angegangen werde. Die Hypothekarforderungen belaufen sich immer noch auf 3,2 Millionen Franken. Das Budget für dieses Jahr sieht einen Mehrertrag von 124 000 Franken vor.