Schuld an allem ist der Schnee

Schon wieder geht alles drunter und drüber, tickt die Uhr vermeintlich schneller. Dabei ist alles wie sonst an diesem Morgen, ausser dass Schnee liegt – zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich.

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Schon wieder geht alles drunter und drüber, tickt die Uhr vermeintlich schneller. Dabei ist alles wie sonst an diesem Morgen, ausser dass Schnee liegt – zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Aber genau dieser weisse Flaum, der sich auf Strassen und Vorplätze setzt, sich allmählich zu einer festen Decke verdichtet, hat es in sich: er ist im Ursprung an allem schuld.

Auto ausbuddeln, Frontscheibe enteisen, Garagezufahrt freischaufeln. Der Minutenzeiger rückt vorwärts. Dabei hatte der Wecker keine Sekunde später geklingelt als üblich. Hektik am Morgen, reimt sich auf Sorgen. Und das allein wegen des bisschen Schnees. Heizung auf «hot», Gang rein, ein kleiner Rutscher: runter vom Gas. Die Kolonne schleicht, stoppt schliesslich ganz. Ein Sattelschlepper hängt zwischen einer Verkehrsinsel und einer steilen Seitenstrasse fest. Einige Meter zurück, ein bisschen vorwärts – dann ist die Strasse frei.

Knapp geschafft oder ganz knapp nicht. Atemlos in den (Arbeits-)Tag. Wenige Wochen noch, dann werden die Strassen durchwegs aper sein. Tauwetter. Und mit dem Schnee schmilzt das Argument für Pünktlichkeit plus/minus eine Sekunde: Ist nur der Schnee an allem schuld?

Andrea Häusler

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