Schüler überraschten zwei Lehrpersonen

Vor 40 Jahren – und zehn Jahre später nochmals – wurde an der Niederwiler Primarschule je eine Lehrkraft eingestellt, die heute noch dort unterrichtet. Gestern wurden die beiden, Franziska Egli und Roland Lehner, im mit Ballonen geschmückten Schulhaus feierlich überrascht und besungen.

Zita Meienhofer
Drucken
Teilen
Franziska Egli und Roland Lehner wurden für ihre langjährige Tätigkeit an der Primarschule Niederwil geehrt. (Bild: Zita Meienhofer)

Franziska Egli und Roland Lehner wurden für ihre langjährige Tätigkeit an der Primarschule Niederwil geehrt. (Bild: Zita Meienhofer)

NIEDERWIL. Es war am 22. April 1974, als Roland Lehner – frisch aus dem «Semi» – erstmals vor einer Schulklasse stand, und dies in Niederwil. Zehn Jahre später, am 24. April 1984, tat es ihm Franziska Egli – damals noch Stillhardt – gleich. Sie hatten beide ihre erste Arbeitsstelle an der Primarschule in Niederwil und blieben dort. Diese Treue war für den Niederwiler Schulrat Grund genug, den beiden Lehrkräften zu gratulieren. Kinder, Lehrer und Schulräte versammelten sich im mit Ballon geschmückten Schulhaussaal. Völlig überrascht traten dann Franziska Egli und Roland Lehner ein und wurden mit einem kräftigen Applaus sowie einem Lied begrüsst. Schulleiterin Susanne Rietmann und Schulratspräsidentin ad interim, Maria Rohner, ehrten und verdankten die beiden langjährigen Lehrkräfte.

Engagierte Lehrkräfte

Während Roland Lehner mehrere Jahre als Schulleiter tätig war und sich für viele Projekte und Aufgaben in der Schule engagiert hatte, reduzierte Franziska Egli nach einigen Jahren wegen Familiengründung ihr Pensum. Später absolvierte sie die Ausbildung zur Heilpädagogin und ist nun in dieser Funktion an der Niederwiler Primarschule tätig. Sie hätte nie gedacht, dass sie so lange bleiben würde, aber es gefalle ihr hier einfach. Heute würde sie sich wieder für diesen Beruf entscheiden. «Es ist wegen der Kinder», erklärte sie und wusste gleich einige Episoden von Lausbuben zu erzählen. Erstaunlich fand Egli, dass sie schon Kinder unterrichtet hat, deren Eltern bereits bei ihr zur Schule gingen.

Eine gelungene Überraschung

Das erging auch Roland Lehner so. Auch er hat schon Eltern seiner jetzigen Schüler das Einmaleins gelehrt. Er feierte dieser Tage allerdings nicht nur sein Arbeitsjubiläum, sondern auch seinen 60. Geburtstag. So denkt er nun ans Kürzertreten. Bis im Sommer 2015 werde er noch in Niederwil unterrichten, so Lehner, und ab dann nur noch Stellvertretungen – auswärts – übernehmen. «Ich möchte diese Zeit nutzen, um noch anderes zu sehen», erklärte er.

Über die Überraschung hatten sich die beiden Geehrten sehr gefreut: «Das ist doch schön, wenn eine ganze Schule für einen singt», sagte Roland Lehner gerührt.

Aktuelle Nachrichten