Schüler bekämpfen Knöterich

Der Japanknöterich ist eine Krautpflanze, die extrem schnell wächst und die einheimische Vegetation verdrängt sowie eine Gefahr für Ufersicherungen ist. Schüler der fünften Klasse in Niederbüren haben ihr den «Kampf» angesagt.

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Niederbüren. Am Donnerstag, 20. Mai, um acht Uhr begrüsste Roland Grossenbacher, Pflanzenschutzbeauftragter der Gemeinde Niederbüren, die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse der Primarschule Niederbüren zusammen mit ihrem Klassenlehrer Michael Muscetta an der Thurbrücke in Niederbüren. In kurzen Ausführungen erklärte er, dass sie zusammengekommen sind, um dem Japanischen Staudenknöterich einen halben Tag lang den «Kampf» anzusagen.

Dreissig Zentimeter pro Tag

Diese Krautpflanze wird ein bis drei Meter hoch, manchmal sogar bis zu vier. Hauptwachszeit ist im Mai. In dieser Zeit wächst der Knöterich bis zu dreissig Zentimeter pro Tag. Man kann dieser Pflanze aus Ostasien beim Wachsen also förmlich zusehen. Um 1825 wurde der Knöterich als Zierpflanze in Europa eingeführt.

Seit etwa 1950 kam es zu einer sprunghaften Vermehrung in der ganzen Schweiz, vor allem entlang von Bach- und Flussläufen, zunehmend aber auch an Wegrändern sowie Bahn- und Strassenböschungen. Der Knöterich verdrängt die angestammte, einheimische Vegetation und verursacht mit seinem enormen Wurzelwerk Schäden an den Ufersicherungen. Den Japanknöterich kann man nicht ausrotten, und zudem dürfen an Bach- und Flussufern keine Chemikalien verwendet werden. Das Ziel des morgendlichen Einsatzes war daher, die Weiterverbreitung einzudämmen.

Zustupf für die Klassenkasse

So wurden die wackeren Helferinnen und Helfer in zwei Gruppen eingeteilt, die sich sodann unter der fachkundigen Leitung von Josef Wild, Othmar Zehner, Roland Keller und Roland Grossenbacher mit viel Freude und Einsatz an die Aufgabe machten.

Gegen 12 Uhr wurde die Aktion beendet, und den Kindern war die Freude und der Stolz über den gelungenen, nicht alltäglichen Einsatz anzusehen. Müde, aber zufrieden traten sie den Heimweg an.

Freuen können sie sich auch über einen Zustupf in die Klassenkasse, der für ihr nächstes Klassenlager verwendet wird. (rg.)