Schreckensmoment vor der grossen Erleichterung

Der FC Sirnach realisiert den ersten Saisonsieg in der 2. Liga inter. Im Heimspiel schlägt er den FC Winkeln 2:1.

Urs Nobel
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Der erstmals beim FC Sirnach in einem Meisterschaftsspiel im Fanionteam eingesetzte Torhüter Lionel Zefi (grünes Shirt) ersetzte den verletzten Gabriel Akin souverän und trug seinen Beitrag zum Erfolg bei. (Bild: Urs Nobel)

Der erstmals beim FC Sirnach in einem Meisterschaftsspiel im Fanionteam eingesetzte Torhüter Lionel Zefi (grünes Shirt) ersetzte den verletzten Gabriel Akin souverän und trug seinen Beitrag zum Erfolg bei. (Bild: Urs Nobel)

Es lief die 65. Minute, ein Winkler Angriff verlief einmal mehr im Sand. Sirnachs Torhüter Gabriel Akin wollte den Ball noch behändigen, bevor dieser hinter die Linie fiel. Plötzlich der Griff an die Leiste, Akin benötigte medizinische Betreuung, um fünf Minuten später doch vom Platz gehen zu müssen. Er überliess sein bisher tadellos gehütetes Tor Lionel Zefi, dem dritten Torhüter des Teams. Grzegorz Stankiewicz, der nominelle Ersatztorhüter, wurde schon vor dem Spiel als verletzt gemeldet.

Obwohl in der Folge mit einem noch unerfahrenen Torhüter spielen zu müssen, liess sich der FC Sirnach nicht von seinem Weg abbringen. Er wollte den Sieg und tat deutlich mehr als die nur auf Konter lauernden Gäste. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde das Engagement des Heimteams belohnt. Ein Eckball konnte Winkelns Torhüter zwar noch abwehren, aber nur gerade vor die Füsse des aufgerückten Verteidigers Samina, der seine bisher gute Leistung mit dem 1:0 krönte. Nur fünf Minuten später traf auch noch Kononenko aus dem Gewühl heraus und das lange Warten auf den Schlusspfiff begann. In der Nachspielzeit konnte der FC Winkeln zwar durch den Ex-St. Galler Lehmann noch verkürzen, am ersten Sieg des FC Sirnach änderte sich jedoch nichts mehr.

Die Erleichterung im Lager der Hinterthurgauer war nach dem Erfolg riesig. Ein glücklicher Sirnach-Trainer Andi Alder meinte in seiner Analyse, dass seine Mannschaft den Sieg klar verdient habe. «Wir hätten es aber nicht so spannend machen müssen. Bereits in der ersten Halbzeit besassen wir genügend Möglichkeiten, vorzeitig in Führung zu gehen.»