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Schon nach dem ersten Abend müde

Früher – heute
Michaela Halbeisen-Walser hatte den grössten Fanclub auf dem Platz.

Michaela Halbeisen-Walser hatte den grössten Fanclub auf dem Platz.

Sie stand am Buffet und gähnte, die fürs Servieren eingeteilte junge Frau. «Entschuldigung», sagte sie und nahm die Bestellung trotzdem freundlich entgegen. «Es ist halt gestern etwas spät geworden» erklärte sie.

Erinnerungen werden wach. Als es schon am Donnerstagabend nach dem Vereinsspringen hoch zu und her ging. Als Reiter, Reiterinnen, Helfer, Sponsoren, Pressevertreter und Zuschauer unter dem Vordach der Reithalle zusammensassen und immer gemeinsam bis tief in die Nacht feierten. Diese alle waren nicht erst am Samstag müde, sondern schon am Freitagmorgen. Einige zogen es gar in den frühen Morgenstunden noch vor, im Weiher ein Bad zu nehmen, ehe sie sich auf den Nachhauseweg machten, um zwei, drei Stunden später wieder im Einsatz zu stehen.

Der damals jeweils auch anwesende Journalist erinnert sich aber auch daran, wie die beiden Zeitungen in Wil um die Vergabe von Druckaufträgen oder die Privilegien vom Vorschauen für das Sommerspringen gebuhlt haben. Heute liest man im Vorfeld kaum mehr etwas vom Wiler Sommerspringen in den Medien.

«Das soll sich ändern» sind sich die Verantwortlichen einig. Ob die alten Zeiten jedoch wieder zurückkommen ist mehr als fraglich. Zu gönnen wäre es dem Reitklub und dem Sommerspringen aber allemal. (uno)

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