Schon dritter Einsatz im Europacup

Es war sein Ziel, an möglichst vielen Europacuprennen teilnehmen zu dürfen. Heute und morgen steht der Wiler Skirennfahrer Cédric Noger bereits zum drittenmal an Rennen auf der zweithöchsten internationalen Stufe im Einsatz.

Urs Nobel
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Cédric Noger bestritt in dieser Saison in FIS- und Europacuprennen ausschliesslich Riesenslaloms. (Bild: pd)

Cédric Noger bestritt in dieser Saison in FIS- und Europacuprennen ausschliesslich Riesenslaloms. (Bild: pd)

SKI ALPIN. Eigentlich müsste Cédric Noger mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein. An FIS- und University-FIS-Riesenslaloms realisierte er bisher zwei Siege und acht Top-Ten-Plazierungen. Und, er wurde vom Nationalen Verband bereits zum drittenmal für ein Europacuprennen aufgeboten. Heute Donnerstag und morgen Freitag wird er in Zuoz an den Start gehen. Und er will unbedingt auch einmal im Europacup mit Spitzenklassierungen aufwarten. Im norwegischen Trysil kam er im Dezember noch nicht wie erhofft auf Touren und belegte keine befriedigende Ränge. Ebenso im französischen Val d'Isère, wo es ihm in beiden Riesenslaloms knapp nicht unter die ersten 30 reichte.

Das Glück fehlte

Für Val d'Isère hatte er sich viel vorgenommen und absolvierte einen Tag zuvor noch ein FIS-Rennen in Courchevel. Er beendete dieses Rennen auf dem neunten Schlussrang und haderte mit den schlechten Bedingungen und einer ungünstigen Startnummer. «Glück muss man haben und die Gunst der Stunde nützen», meinte ein enttäuschter Noger, dem genau dieses Glück und die Gunst der Stunde gefehlt hatten.

In Courchevel konnte er sich somit nicht den erhofften Kick für die EC-Rennen holen. Und er fuhr entsprechend. «Die Piste hatte mich im Griff und nicht umgekehrt. Unfassbar, dass ich mir derartige Rückstände einhandelte.»

Zweiter Saisonsieg

Im deutschen Oberjoch wollte er sich an zwei FIS-Rennen rehabilitieren. An Motivation fehlte es ihm nicht und an einem guten Rang auch nicht. Trotz starker Beteiligung konnte er eines der beiden Rennen für sich entscheiden. «Dieses Rennen brachte mir die Gewissheit zurück, dass ich es doch kann. Ich fuhr im ersten Lauf Bestzeit und durfte feststellen, dass das eigene Gefühl und eine schnelle Zeit nicht immer übereinstimmen müssen. Das zweite Rennen in Oberjoch brachte ihn dann aber wieder auf den Boden zurück. Nach dem ersten Lauf lag er nur 0,6 Sekunden hinter der Spitze. Im zweiten Lauf konnte Noger aber wie auch schon im Verlauf dieser Saison nicht zusetzen. Zudem produzierte er auch einige Fehler, die Zeit und Ränge kosteten. Weil das Rennen aber gut besetzt war, resultierten für Cédric Noger doch entsprechend gute FIS-Punkte, die ihm im Verlauf der Saison bezüglich der Startnummern von Vorteil sein werden.

Mentale Stärke

Cédric Noger gab vor der Saison an, im Verlauf des vergangenen Sommers mental einen grossen Schritt vorwärts gemacht zu haben. Wenn die mentale Stärke, die er im Verlauf dieses Winters schon einige Male in den ersten Läufen aufgezeigt hatte, vermehrt auch in den zweiten Läufen zum Tragen kommt, wird er sich schon bald über den nächsten Sieg oder zumindest über einen Spitzenplatz freuen können. Vielleicht schon heute und morgen an den beiden EC-Rennen in Zuoz.

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