Schon die Jüngsten mit einem Smartphone

Barren, Boden, Sprung und viele andere akrobatischen Turnübungen mehr bekam das Publikum am Freitagabend in Balterswil zu sehen. Anlass dazu gab der Unterhaltungsabend der turnenden Balterswiler Vereine, der nur alle zwei Jahre stattfindet und auf reges Interesse stiess.

Christof Lampart
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Die modernen Medien waren am Unterhaltungsabend allgegenwärtig. (Bild: art.)

Die modernen Medien waren am Unterhaltungsabend allgegenwärtig. (Bild: art.)

BALTERSWIL. Über 450 Personen füllten die Turnhalle Lützelmurg bis auf den letzten Platz, als der Damenturnverein Balterswil und der Turnverein Balterswil zum ersten von insgesamt drei Turnerunterhaltungsabenden einluden, die an diesem Wochenende stattfanden. Dies wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil dieser soziale, kulturelle und sportliche Anlass nur alle zwei Jahre stattfindet. Ein solches Ereignis wollte sich kaum jemand im Dorf entgehen lassen.

Nicht nur die Turner eröffneten zu «Nothing Else Matters» den Abend mit einer ersten Barrenübung, es schien kaum jemand an diesem Abend etwas anderes im Sinn zu haben, als diesen Anlass zu besuchen.

Abhängigkeit aufgezeigt

Dabei kamen die Besucher nicht nur in den Genuss ausgefeilter Turnübungen und Choreographien, sondern es wurde auch etwas für die Lachmuskeln geboten. Unter dem Motto «Jedä Däpp hät es Äpp» wurde die zunehmende Abhängigkeit des modernen Menschen von seinem Mobiltelefon nicht nur thematisiert, sondern auch persifliert. Einmal passierte dies auf einer Nebenbühne, dann auf der Hauptbühne und schliesslich wurden auch auf einer grossen Leinwand, ebenso lustige wie entlarvende Social-Media-Einträge gezeigt.

Gelungener Mix

Überdeutlich wurde an diesem Abend, dass das Themata Handy und Smartphone schon bei den Allerjüngsten angelangt ist. Allerdings nicht als Kommunikationsmittel, sondern als Sportgerät. So sprangen und hechteten die Jüngsten über ein grosses Smartphone. Es gab jedoch auch konventionelle Übungen – wie zum Beispiel das Seilspringen der älteren Herren –, welche den Fokus wieder vermehrt auf die turnerische Unterhaltung lenkten. Ganz egal, was auf dem Programm stand, das Publikum ging begeistert mit. Zuweilen klatschte es auch während der Darbietungen frenetisch Beifall. Kein Wunder, dass die Turnerinnen und Turner sich an diesem zweiteiligen Unterhaltungsabend ganz besonders intensiv ins Zeug legten. Viel Applaus bekamen auch die diversen Gymnastik- und Bodenturnübungen, die, passend zum modernen Thema, mit Popmusik unterlegt waren.

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