Schöne Kühe und viel Regen: «Jemie» ist die schönste Kuh und Felix Jung der glücklichste Züchter

Trotz Coronapandemie konnte die Viehschau in Zuckenriet durchgeführt werden. «Jemie» aus dem Stall von Felix Jung wurde zur Miss Niederhelfenschwil gekürt.

Rita Bolt
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250 Tiere von zehn Züchtern wurden von den Experten bewertet.

250 Tiere von zehn Züchtern wurden von den Experten bewertet.

Bilder: Rita Bolt

Die neue Miss Niederhelfenschwil heisst Jemie und gehört Felix Jung. Jemie gewinnt ebenfalls den Schöneuterpreis jüngere. Bei regnerischem Wetter stellten auf dem Rotachhof in Zuckenriet zehn Züchter 250 Braunvieh zur Schau.

Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
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Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Die beiden Ehrendamen: Mjriam Blättler aus Zuckenriet (links) und Sarah Dörig aus Dietenwil.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.
Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.

Impression von der Viehschau 2020 des Braunviehzuchtvereins Niederhelfenschwil auf dem Rotachhof in Zuckenriet.

Bild: Rita Bolt

Die Strassen im Zentrum von Zuckenriet waren mit vielen Schaulustigen gesäumt, auch wenn die Braunviehzucht Niederhelfenschwil dieses Jahr keine Werbung für ihre Viehschau gemacht hat. Das Braunvieh war traditionell mit bunten Blumengebinden geschmückt; die Kühe trugen Glocken oder Treicheln mit verzierten Riemen. Die Viehbegleiter – und begleiterinnen haben blaue Edelweisshemden oder gar Trachten getragen.

Es hat geregnet wie seit 25 Jahren nicht mehr

Während der farbenfrohen Auffuhr hat es heftig geregnet. «Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten 25 Jahren an einer Viehschau so geregnet hat», sagen Thomas Niedermann, Präsident der Braunviehzucht Niederhelfenschwil und Verantwortlicher für die Viehschau, und Johann Senn, der die vergangenen 24 Jahre verantwortlich war. Das nasse Wetter konnte der Stimmung aber nichts anhaben. Der Schauplatz war nach der Auffuhr gut gefüllt.

Vier Züchter und 100 Tiere weniger als im Vorjahr

Thomas Niedermann, Präsident BVZV.

Thomas Niedermann, Präsident BVZV.

Bild: Rita Bolt

Die Braunviehzucht Niederhelfenschwil gehört zu wenigen, die sich dieses Jahr für die Durchführung der Viehschau entschiedenen haben. «Wir haben den Entscheid lange offen gehalten», sagt Niedermann. Da Braunvieh Schweiz keine Einwände hatte, und die Gemeinde das Schutzkonzept bewilligte, habe man sich für eine Corona-konforme Durchführung entschieden. Statt einem grossen Festzelt mit 400 Sitzplätzen wurden Speisen und Getränke an drei Verpflegungsständen ausgegeben. Nicht durchgeführt wurde der Jungzüchterwettbewerb am Morgen, der jeweils zusätzlich Publikum anlockt. Insgesamt haben zehn Züchter mit 250 Tieren an der Gemeindeschau teilgenommen. Das sind etwa 100 Tiere weniger als 2019. «Und es waren vier Züchter weniger da als im Vorjahr», ergänzt Niedermann.

Eine Viehschau ist nicht nur eine Präsentation der Tiere, sondern auch Beisammensein, Öffentlichkeitsarbeit
und ein Dankeschön an die Bevölkerung.

Im Schauring wurden 18 Abteilungen rangiert. «Schön, dass wir Experten da sein dürfen», sagte Kurt Gähwiler aus Mühlrüti. «Das sind Kühe, die man gerne im Stall hat.» Im Ring waren fünf Kühe der Abteilung 3 «Kühe mit 3+mehr Leistungen ab 97 Leistungspunkte». Die Schaukritik machten drei Experten abwechslungsweise: Martin Hochreutener, Eggersriet, Heini Stricker, Mörschwil, und eben Kurt Gähwiler aus Mühlrüti. Alle drei begründeten jeweils ihre Rangierung.

Die Schönste kommt aus dem Stall von Felix Jung

Die Zuschauerreihen lichteten sich langsam, denn die speziellen Prämierungen erfolgten erst am Nachmittag: Allen Grund zum Feiern hatte Felix Jung. Er stellte im vergangenen Jahr mit «Lisa» die Miss Niederhelfenschwil und liess sich den Missen-Sieg auch dieses Jahr nicht nehmen. Am Samstag schaffte es «Jemie» auf das oberste Treppchen. Im vergangenen Jahr belegte sie den dritten Rang. Jung durfte für diese Kuh auch den Schöneuterpreis jüngere entgegennehmen. Der Schöneuterpreis ältere ging an Markus Senn mit «Daisy» und jener für Erstmelkkühe an Präsident Thomas Niedermann für «Ramona». Den Betriebscup holte sich Bruno Fritsche. Florian Rutishauser, der für das Schutzkonzept an der Viehschau verantwortlich war, holte sich den Sieg im Mutter-Tochterwettbewerb mit «Happy» und «Haleika». Und «Juka» von Thomas Niedermann wurde zum Fitnessstar gekürt.