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SCHNITZELJAGD: Willy will zurück nach Escargio

Während man in anderen Städten beim Foxtrail der Fährte eines Fuchses folgt, heisst es in Wil «Such Willy». Der kostenlose Postenlauf mit einer Schnecke als Hauptakteur bietet selbst für Ortskundige so manche Überraschung.
Ursula Ammann
Der Postenlauf «Such Willy» führt nicht nur zu den grossen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wil, sondern auch an vielen kleinen, aber bemerkenswerten Details vorbei. (Bilder: Ursula Ammann)

Der Postenlauf «Such Willy» führt nicht nur zu den grossen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wil, sondern auch an vielen kleinen, aber bemerkenswerten Details vorbei. (Bilder: Ursula Ammann)

Ursula Ammann

ursula.ammann@wilerzeitung.ch

Willy hat ein Problem. Er ist in Wil aufgewacht und findet nicht mehr zurück nach Escargio. Auf jenem Schneckenplaneten wohnt er zusammen mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Jakob. Er hat zwar nach seiner Familie gerufen und sie gesucht, sich dabei aber in der Stadt verirrt. Um Willy zu helfen, gibt es einen Weg. Dieser beginnt in der Wiler Allee und endet beim Aussichtsturm. Dazwischen warten zahlreiche Posten beziehungsweise Schleimspuren. An jedem Ort gilt es, ein Rätsel zu lösen, womit sich ein Hinweis zum nächsten Posten ergibt. Ganz im Vorbeigehen erfährt man so, welche Entenart aus dem Stadtweier auch in Brasilien vorkommt, welches Getränk früher im Hof zu Wil zubereitet wurde und – wenn man gut kombiniert – seit wann die Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse besteht.

Ein Raumschiff bringt die Schnecke nach Hause

Die Anleitung zu dieser Schnitzeljagd stammt von Willy selbst. Er hat sich nämlich bei seinem Irrgang durch die Stadt immer wieder aufgeschrieben, wo er durchgekrochen ist. Ziel ist es, dorthin zu gelangen, wo Willy den Kontakt zu seinem Planeten und seiner Familie wieder herstellen kann. Ein Raumschiff holt ihn dann ab und bringt ihn zurück in seine Heimat. Damit ist die Mission erfüllt.

Der Postenlauf «Such Willy» ist ursprünglich von Studenten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen für Schüler und Familien entwickelt worden. Wann genau das gewesen sei, wisse niemand mehr so recht, sagt Ruedi Schär vom Touristik Infocenter der Stadt Wil. Er stellt aber fest, dass Willy keineswegs in der Versenkung verschwunden ist. Oftmals sieht er bei der Wetterstation, die einige Schritte vom Infocenter entfernt liegt, Kinder mit Blättern in der Hand. Wer Willy suchen will, braucht nämlich nur die Anleitung aus dem Internet auszudrucken, und schon kann es losgehen. Der Postenlauf kostet weder etwas noch bedarf es einer Anmeldung.

Selbst Erwachsene suchen Willy

«Such Willy» sei eine ideale Alternative zum Foxtrail, den es in anderen Städten gebe, sagt Ruedi Schär. Kürzlich sei er sogar von einer Frau aus Kloten kontaktiert worden. «Sie wollte mit einer Erwachsenengruppe auf die Suche nach Willy gehen und fragte mich, ob ich ihr das Lösungsblatt zustellen könne.» Schär versprach dies, konnte die Lösungen aber nirgends finden. Weder die Stadt noch die Pädagogische Hochschule St. Gallen wusste Bescheid darüber. So folgte Ruedi Schär kurzerhand selbst der Schleimspur von Willy und stellte ein Lösungsblatt zusammen, das er nach Kloten weiterschickte. «So konnte ich auch gleich überprüfen, ob der Postenlauf noch aktuell ist oder sich in der Umgebung mittlerweile etwas verändert hat», sagt Ruedi Schär. Glücklicherweise ist alles noch am selben Ort – sei es der Hydrant, den Willy erwähnt, das Schild zum «Hofatelier» oder der plätschernde Brunnen, der die Postenlaufenden akustisch in die richtige Richtung lenkt. Und selbstverständlich steht auch der Turm noch, von wo aus man nicht nur einen Blick auf Berge und Täler hat. Auch der Planet Escargio ist in weiter Ferne sichtbar – zumindest für Willy.

Hinweis

Die Anleitung zum Postenlauf «Such Willy» kann unter www.stadtwil.ch/de/portou/touris mus/wilerleben/ heruntergeladen werden.

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