Schnitzelbank im «Rössli»

Am Samstagabend wurden im «Rössli» in Flawil verschiedene Schnitzelbänke vorgetragen. Darunter befanden sich auch die zwei Flawiler Schnitzelbankformationen Alliglattohren und Brääseli.

Jonas Lüdi
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FLAWIL. Die Gäste im «Rössli» sassen gemütlich in der Gaststube, speisten und tranken. Stündlich traten Schnitzelbankformationen auf. Der Schnitzelbank-Abend wurde vom Flawiler Schnitzelbank-Duo Alliglattohren eingeläutet. Ausgestattet mit einer Gitarre und einem Waschbrett, trug es seine Schnitzelbank vor. Wie es der Name erahnen lässt, waren die Alliglattohren als Alligatoren verkleidet, deren Hosen allerdings unverkennbar das Flawiler Wappen trugen. Wie wohl die meisten Schnitzelbänke momentan, nahmen die Alliglattohren zuerst einmal den überlebten Weltuntergang zum Thema. Sie hätten gedacht, es würde keine Fasnacht mehr geben, und folglich nichts vorbereitet.

Neben politischen Themen aus Flawil, wie dem vergifteten Rasen in der Flawiler Badi, wurden auch nationale Aktivitäten zerlegt. Es hätte sich beispielsweise herausgestellt, dass Mörgeli nicht Chef eines Museums mit verstaubten Fossilien, sondern selbst Ausstellungsobjekt darin sei.

Der Goldene Kamm

Auf internationaler Ebene sprachen sie das wiederholte Ausbleiben der Weltfussballer-Trophäe für Ronaldo an. Als Kompensation habe er den Goldenen Kamm erhalten. Nach ihrem Auftritt verabschiedeten sich die Alliglattohren sogleich. Sie hatten noch weitere Auftritte in St. Gallen auf dem Programm. Im Anschluss versammelten sich die Mitglieder von Brääseli vor den Gästen. Begleitet von einem Akkordeon, trugen sie ihre Texte mehrstimmig vor. Zudem kamen bei ihnen, als ergänzendes Element, Zeichnungen zur Illustration des Vorgetragenen hinzu. Als Brääseli an der Bar ihre Schnitzelbank unter die Gäste brachte, riefen diese manchmal verwundert auf. Offensichtlich können die Texte neben ihrer unterhaltsamen Eigenschaft auch sehr informativ verwendet werden.

Von Flawil nach Polen

Die angesprochenen Thematiken lösten unter den Anwesenden zwischen den Schnitzelbänken teilweise gar kleinere Diskussionen aus. Die Stimmung im «Rössli» kochte bei den Brääseli ein letztes Mal richtig auf, als sie zuletzt über den Wechsel der Produktionsstätte der Flawa nach Polen sprachen. Sie versicherten allerdings, ihre Verse würden weiterhin in Flawil entstehen. Nach den beiden Flawiler Schnitzelbänken folgten noch Verse aus Herisau von den Frohsingers. Bis spät in die Nacht hinein wurden Schnitzelbänke aus der Umgebung vorgetragen.