Schnell mit weniger Druck spielen

Die Fussball spielenden Frauen des FC Kirchberg sind das einzige Frauen-Team in dieser Region, das in der zweithöchsten nationalen Klasse spielt. Heute startet für die Alttoggenburgerinnen die neue Saison.

Urs Nobel
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Fussball. Heute um 20.15 Uhr spielt das Frauenteam des FC Kirchberg auswärts beim FC Münsterlingen. Der Match findet auf dem Areal Hafenfeld in Scherzingen statt. Gemäss Trainer Benjamin Fust handelt es sich bei dieser Partie um ein wichtiges Startspiel, weil der Gegner in Reichweite liege. «Wir müssen besser in die neue Saison starten als vor einem Jahr.

Damals lief bei uns nicht viel zusammen, was mit anschliessend grossem Druck im weiteren Verlauf der Meisterschaft verbunden war.» Der Grund, dass sich die Kirchbergerinnen grosse Hoffnungen auf einen Erfolg machen können, liegt im sehr guten Training im Vorfeld der Meisterschaft, speziell in den letzten zwei Wochen, als den beiden Trainern praktisch immer das gesamte Kader zur Verfügung stand.

Ehrgeiziger werden

«Weil wir vier routinierte Spielerinnen verloren, präsentiert sich das Team stark verjüngt. Deshalb wissen wir noch nicht so genau, wo wir tatsächlich stehen», so Fust. «Wir müssen deshalb im Vergleich zu den letzten Jahren ehrgeiziger werden und uns eine Gewinner-Mentalität aneignen. Dafür ist alles ein bisschen professioneller geworden.» Seine Truppe habe sich zwar erst ein bisschen an diese Vorgaben gewöhnen müssen.

Benjamin Fust ist sich auch im Klaren darüber, dass dieser Prozess mit dem Saisonstart noch keineswegs abgeschlossen ist. «Ich persönlich finde es zwar schön, wenn meine Spielerinnen zufrieden sind, wenn sie Freude und Spass am Trainieren und Spielen haben. Wenn wir uns aber ehrgeiziger zeigen und damit auch mehr Erfolg haben, ist die Freude und der Spass noch viel grösser.»

«Wir dürfen NLB spielen»

Es ist erstaunlich, dass ein Dorfverein, wie es der FC Kirchberg ist, ein NLB-Team in seinen Reihen hat und sich dieses auch finanziell leisten kann. Der FC Kirchberg unterstützt die Damen jedoch in ihrer sportlichen Entwicklung. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Spielerinnen für einen grossen Teil der Kosten, die der Meisterschaftsbetrieb zur Folge hat, selber aufkommen.

Trainer Fust ist dankbar um diese Situation und entsprechend motiviert, sein Team nochmals einen Schritt weiter zu bringen. Nicht gerade in die NLA, aber auch nicht in die 1. Liga. Aktuell ist noch Verbesserungs-Potenzial vorhanden und dieses gilt es auszuschöpfen.

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