Schneefall als Spielverderber

Erstmals führten Mathias Schibli und Bruno Fuchs ihr traditionelles Hallenspringen zwischen Weihnachten und Neujahr durch. Wegen des Wetterunbills erwies sich das Durchführungsdatum hingegen als nicht ideal. Es gab viele Absagen.

Urs Nobel
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Tina Müller gelang es, in zwei leichteren Prüfungen zweimal hintereinander zu gewinnen. (Bild: Urs Nobel)

Tina Müller gelang es, in zwei leichteren Prüfungen zweimal hintereinander zu gewinnen. (Bild: Urs Nobel)

PFERDESPORT. Für Jörg Haas aus Schwyz sollte sich die beschwerliche Anreise an das Hallenspringen des Gillhof Ryterland lohnen. Er gewann den Spezialpreis des CSIO St. Gallen, welcher dem besten Reiterpaar der Prüfungen 15 und 16 einen Startplatz auf dem Gründenmoos zwischen dem 4. bis 7. Juni 2015 garantierte. Haas, der mit seinem achtjährigen dunkelbraunen, in der Schweiz gezogenen Wallach Aspen in Henau antrat, musste in der Prüfung 15 zwar noch Raphael Schrakmann auf Elise van de Hermitage den Vortritt lassen. Er verzeichnete zwar auch einen Nullfehlerritt, war aber fast eine Sekunde langsamer als der Sieger. Die Prüfung 16 gewann der Schwyzer dann aber souverän im Stechen. Er absolvierte den Stechparcours ohne Fehler und in einer Zeit, die rund drei Sekunden schneller war, als jene der zweitplazierten Caira Imfeld aus Holzikon auf Bellevue.

Stressprogramm

Einen Spezialpreis hätte sich auch Nathalie Schibli verdient. Die Sekretariats-Verantwortliche der Veranstaltung wurde über Massen beansprucht. Laufend musste sie Telefonate von angemeldeten Reiterinnen und Reitern entgegennehmen, welche wegen des massiven Schneefalls ihre Teilnahme absagten. Schliesslich pegelten sich die Teilnehmerzahlen bei rund der Hälfte der erwarteten Teilnehmer ein. Nathalie Schibli, auf ihr Stressprogramm am Telefon im Sekretariat angesprochen, nahm es jedoch locker: «Mit vielen Telefonaten zurecht zu kommen, macht mir gar nichts aus. Und für all jene, die sich abmeldeten, habe ich grosses Verständnis. Ich hätte mich wahrscheinlich auch abgemeldet.» Telefonate abnehmen und beantworten war aber das eine, laufend Anpassungen in den Startlisten vornehmen zu müssen das andere.

Guter Grund zum Feiern

Auch Matthias Schibli und Bruno Fuchs machten gute Miene zum «bösen Wetterspiel». Schibli zeigte sich zwar im Vorfeld der Veranstaltung noch erfreut darüber, dass der Gillhof das Durchführungsdatum von Wängi (Alois Fuchs) übernehmen durfte. Im nachhinein hätte er eventuell aber doch gerne noch ein Jahr mit der Übernahme zugewartet. «Das Wetter bestimmt halt immer noch ein anderer», nahm Schibli die Situation relativ gelassen und auch sportlich. Er und sein Compagnon zeigten sich gegenüber ihren Helfern, die es wegen des Schneefalls und der Kälte besonders streng gehabt hatten, sehr dankbar. «Gefestet wurde dafür jeweils bis tief in die Nachtstunden trotzdem», schmunzelten die beiden. Und sie hatten auch Grund dazu: «Dass Tina Müller, die Tochter unserer Festwirtin, zwei Prüfungen gewinnen konnte, war natürlich ein guter Grund zum Feiern.»

Am Datum festhalten

Auch wenn das neue Datum noch nicht eingeschlagen hat, sind sich Schibli und Fuchs einig, dass sie daran festhalten möchten: «Dass es noch ein zweites Mal so stark schneit und kalt wird, davon müssen wir wegen diesem Mal nicht erneut ausgehen.»