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SCHLUSSBILANZ: Wildblumen auf Seekreide

Die erste Etappe des Aufwertungsprojekts Botsberger Riet ist abgeschlossen und abgerechnet. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Weiherfläche kostete rund 2000 Franken mehr als veranschlagt.
Andrea Häusler
Der ausgebaggerte Weiher im Botsberger Riet, wie er sich nun nach der Instandstellung Pflanzen, Tieren und Erholungssuchenden präsentiert. (Bild: PD)

Der ausgebaggerte Weiher im Botsberger Riet, wie er sich nun nach der Instandstellung Pflanzen, Tieren und Erholungssuchenden präsentiert. (Bild: PD)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Die Projektarbeiten wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres unter der Federführung der Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung ausgeführt und rechtzeitig zum Beginn der Laichzeit der Amphibien abgeschlossen. Ziel war es, die Fläche des Hauptweihers aufgrund der fortschreitenden Verlandung auszubaggern. Einerseits, um die Amphibienlaichplätze zu erhalten, andererseits aber auch deshalb, weil viele Besucher des Botsberger Rietes das Thema Naturschutz emotional mit einem Weiher verbinden. In den vergangenen 22 Jahren hatte sich die offene Wasserfläche von 1500 m2 auf noch 500 m2 im Jahr 2016 reduziert.

Die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung des Projekts waren die schwer befahrbaren instabilen Böden und die Verwertung/Entsorgung des Aushubmaterials. Trotz der Aushubtiefe von maximal einem Meter zog sich nach Abschluss der Baggerarbeiten ein Seekreidedamm mit einem Volumen von rund 350 m3 dem östlichen Ufer entlang. Nachdem sich die Idee, die abgetrocknete Seekreide einer Unternehmerdeponie zuzuführen, als zu kostspielig erwiesen hatte und der Versuch, diese mit einem Mistzetter auf die umliegende Wiesen zu verteilen, aufgrund des Schilfanteils gescheitert war, verständigten sich die Bauherrschaft und das kantonale Amt für Umwelt und Energie (AFU), bzw. das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) auf eine praktikable und finanzierbare Lösung. Das Aushubmaterial sollte im Naturschutzgebiet dort deponiert werden, wo die Ansaat einer Wildblumenwiese auf Torfboden im Jahr 2011 nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt hatte. Der Vorteil dieser Lösung: die kurze Wegdistanz von lediglich 170 Metern. Dank der trockenen Böden am Transporttag entstanden an der Torpenrietstrasse ­keine nennenswerten Schäden. Nach ihrer Konsolidierung sollen auf der Deponiefläche Blumen angesät werden. Laut dem Präsidenten der Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung, Ruedi Steurer, soll dies im Rahmen des Aufwertungsprojekts 2018 im kommenden Frühling erfolgen.

Die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung rechnete für die Umsetzung des Wasserbauprojekts mit Kosten von rund 12000 Franken. Effektiv beliefen sich die Aufwendungen auf 14117 Franken. Die Gesamtkosten verteilen sich auf die Politische Gemeinde, die dafür 6000 Franken ins Budget 2017 aufgenommen hatte, und das ANJF, das einen Maximalbeitrag in gleicher Höhe vorab zugesichert hatte. Die Kostenüberschreitung um 2117 Franken geht grundsätzlich zu Lasten der Stiftung. Allerdings hat sich die Gemeinde Flawil bereiterklärt, den Löwenanteil von 2000 Franken zu übernehmen.

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