Schlichte «Videoskulpturen»

Während sich im Parterre vieles im Kopf der Betrachter abspielt, ist auf der Galerie voll der Künstler am Zug.

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Während sich im Parterre vieles im Kopf der Betrachter abspielt, ist auf der Galerie voll der Künstler am Zug. Den Raum dominieren vier klobige Sperrholzliegen, an deren jeweiligem Ende vier Bildschirme aufgestellt sind, in denen tonlos Videos gezeigt werden: Hände, Tiere, Bäume, Häuser – Detailaufnahmen, die sich einem nicht sofort erschliessen. Tatsächlich zeigen die Videos Dinge, die für Matthias Rüegg einen skulpturalen Gehalt haben. Sie sind nicht spektakulär, sondern schlicht und eher von der Art des «no idea» als das Gestänge im Raum darunter. So verschiebt sich schleichend der ästhetische-formale Begriff dessen, was eine Skulptur auch sein könnte. Manchmal ist es doch gut, wenn man «keine Idee» hat. (art.)

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