Schlechte Figur, schlechter Stil

Die FDP sieht sich bei den Gewinnern der Wiler Parlamentswahlen. Und erhebt als nun zweitgrösste Fraktion klaren Anspruch auf einen Sitz im Stadtrat. Das Pikante dabei: Die FDP hat seit Jahren einen Sitz in der Wiler Exekutive.

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Die FDP sieht sich bei den Gewinnern der Wiler Parlamentswahlen. Und erhebt als nun zweitgrösste Fraktion klaren Anspruch auf einen Sitz im Stadtrat. Das Pikante dabei: Die FDP hat seit Jahren einen Sitz in der Wiler Exekutive. Nur ist diesmal bei der Wahl etwas schiefgelaufen: Andreas Widmer verpasste das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Um kein Risiko einzugehen, hat die FDP nun die Kandidaten ausgewechselt – Andreas Widmer verzichtet zugunsten von Daniel Meili, der im ersten Wahlgang noch als Stadtpräsident kandidierte. Parteistrategisch dürfte die Rechnung aufgehen, menschlich hingegen nicht. Das macht das Ganze glanzlos. Die FDP macht dabei eine schlechte Figur, und die Grünen Prowil legen einen bedenklichen Stil an den Tag. Den Grundstein für dieses unschöne Politspektakel hat Andreas Widmer durch seine Nichtkommunikation im Fall Biorender selber gelegt. Die Grünen Prowil haben das ausgenützt und einen politischen Gegner förmlich demontiert. Oder anders formuliert: einen Familienvater zumindest theoretisch zum Arbeitslosen gemacht. Was laut vorherrschender Meinung zum Risiko eines Politikers gehört. – Und die FDP selber? Sie hat sich nicht klar genug hinter Widmer gestellt. Auch das ist schlechter Stil. Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch