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SCHIESSANLAGE THURAU: Stadt arbeitete "schlampig"

Das asbestbelastete Dach der Schiessanlage Thurau in Wil kann für 1,1 Millionen Franken saniert werden. Dazu musste sich der Stadtrat aber einiges an Kritik anhören, weil "schlampig" gearbeitet worden sei.
Hans Suter
Das Dach der Schiessanlage Thurau wird für 1,1 Millionen Franken saniert. (Bild: Mareycke Frehner)

Das Dach der Schiessanlage Thurau wird für 1,1 Millionen Franken saniert. (Bild: Mareycke Frehner)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Die Schiessanlage Thurau wurde vor 50 Jahren eröffnet und später erweitert. Im Lauf der Jahre wurde festgestellt, dass die Oberflächen und Untersichten der Dacheindeckung bei Sonneneinstrahlung flimmern, was auf sichtbare Asbestfasern zurückzuführen ist. Auch wurde festgestellt, dass die Dach-Welleternitplatten teilweise brüchig und schadenanfällig sind, weil sie ihre Lebensdauer erreicht hatten. Eine 2012 durchgeführte Tragwerksanalyse zeigte zudem, dass die Querzugsspannungen, die auf die Holzbinder einwirkten, das von der Norm zulässige Maximum übersteigen. Dies veranlasste die Stadt Wil zur Sofortmassnahme, während der Wintermonate die Dachkonstruktion mit zusätzlichen Holzstützen zu unterstellen. Damit sollen kritische Lasten wie beispielsweise eine Schneelast unterfangen und weiteren Überlastungen der Tragwerkskonstruktion vorgebeugt werden. Seither sind gut fünf Jahre vergangen.

Durch Hartnäckigkeit 120'000 Franken eingespart

Am Donnerstagabend befasste sich das Wiler Stadtparlament mit der Sanierungsvorlage. Kostenpunkt: 1,1 Millionen Franken. Damit werden das Welleternit-Dach ersetzt, die Tragkonstruktion verstärkt und eine Photovoltaikanlage installiert. Aus Kostengründen wurde auf Varianten mit Dachbegrünung verzichtet. Doch wer soll das bezahlen? Die Besitzverhältnisse sind etwas kompliziert. Ein Teil der Anlage gehört der Stadt Wil, ein anderer den Stadtschützen Wil. Der städtische Anlagenteil wird von einer Standschützengemeinschaft betrieben, der mehrere Schützenvereine angehören. In diesem Teil wird auch das Schiesswesen der Politischen Gemeinden Rickenbach, Wilen und Zuzwil abgewickelt. Daraus ergibt sich die Frage, ob sich diese Gemeinden auch an den Sanierungskosten beteiligen müssen. Im zuständigen Departement Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) war man offenbar der Meinung, es gebe keine entsprechenden Verträge. Das akzeptierte die Vorberatende Bau- und Verkehrskommission nicht und blieb hartnäckig. Mit Erfolg. Denn wie sich später zeigte, gibt es Verträge. Dadurch reduziert sich der Kostenanteil der Stadt Wil von 707'500 Franken um brutto 118'500 Franken. Die Stadtschützen Wil müssen 394'500 Franken beisteuern.

Fraktionen unzufrieden mit beim BUV

Sämtliche Fraktionen übten Kritik an der "mangelhaften", "nachlässigen" und "schlampigen" Vorbereitungsarbeit des BUV. "Viel Geld für eine Knallerei, wird sich der eine oder andere denken. Doch es ist nun mal eine Gemeindeaufgabe", sagte SP-Fraktionschefin Marianne Mettler.

Stadtrat Daniel Stutz entschuldigte sich für das zuständige Departement. Worauf Stadtpräsidentin Susanne Hartmann das Wort ergriff und klarstellte, dass diese Fehlleistung nicht Daniel Stutz betreffe. Er sei zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht im Amt gewesen. Auch der Stadtrat habe damals beim BUV nachgefragt und die Antwort erhalten, es gäbe keine Verträge.

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