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Schauspiel, Turnakrobatik und Maskerade

«Das Duell» eröffnet die dreieinhalbstündige Turnshow. (Bild: Christoph Heer)

«Das Duell» eröffnet die dreieinhalbstündige Turnshow. (Bild: Christoph Heer)

Eschlikon 40 Sekunden brauchten die ersten Protagonisten auf der Bühne, um einen ersten Applaussturm auszulösen. Unzählige weitere davon folgten während der darauf folgenden dreieinhalb Stunden.

Unter dem Motto «Wild West» fand am Donnerstagabend die erste von vier Aufführungen der Eschliker Turnerinnen und Turner statt. Dabei bezeichnet «Show» das Programm treffender als «Turnunterhaltung». Denn, und das ist seit Jahren bekannt, die Verantwortlichen setzen ihr Hauptaugenmerk nicht mehr nur auf die turne­rischen Einlagen. Das Credo «Turnunterhaltung war gestern, heute liefern wir wieder eine super Show» setzt der Verein insofern um, indem er alle zwei Jahre beweist, wie kreativ, motiviert und mit dem Auge fürs Detail er seine Show erarbeitet. Stellt sich nur die Frage, ob nicht irgendwann der turnerische Aspekt zu sehr in den Hintergrund gerät. Das Niveau im sportlichen Bereich ist hoch, von den Mutter-Kind-Turnern über alle Jugendabteilungen bis hin zur Damenriege oder den TVE-Clowns. Derart hoch, dass man sich als Turnsportliebhaber wünscht, noch mehr von der Akrobatik und den tänzerischen Einlagen auf der Bühne zu sehen. Gehört der Anlass noch in die Kategorie der Turnunterhaltung? Oder ist es vielmehr eine Turnshow, gespickt mit theaterähnlichen Einlagen? Diese Frage können bis morgen weit über 2000 Besucher selber beantworten.

Durchdachte Szenerie

Wer seit Jahren die Halle ein ums andere Mal komplett mit Publikum füllen kann, kann nicht auf dem falschen Weg sein. Der rote Faden ist während des mehrstündigen Auftritts und der Wildwestgeschichte gewahrt, zu gut durchdacht ist die ganze Szenerie. Die Daltons, der Tunnelbau durch den Stutz, die Liebelei zwischen einer Rothaut und einem Bleichgesicht oder die Szenen am Marterpfahl.

Die Personen hinter der Technik – sei es beim Indoorfeuerwerk, bei den Musikeinspielungen, der Beleuchtung oder der laufend angepassten Lautstärke, erledigten ihre Aufgabe hervorragend.

Da sind Könner am Werk, die sich nicht nur mit ihrer Kompetenz auszeichnen, sondern auch mit ihrer Motivation, da sie monatelang an Kleinigkeiten feilten, bis auch diese perfekt sassen.

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch

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