Schachclub sucht einen Roger Federer

Wo stehen wir eigentlich im Denksport Schach? Nirgends. In den Top 100 der Weltrangliste lässt sich leider auch nach zweifacher Lektüre sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen kein Schweizer Name finden. Was können wir dagegen tun? Ja, wir brauchen talentierten Nachwuchs.

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Hans-Joachim Lessner Schachclubmitglied Uzwil (Bild: Donat Beerli)

Hans-Joachim Lessner Schachclubmitglied Uzwil (Bild: Donat Beerli)

Wo stehen wir eigentlich im Denksport Schach? Nirgends. In den Top 100 der Weltrangliste lässt sich leider auch nach zweifacher Lektüre sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen kein Schweizer Name finden. Was können wir dagegen tun? Ja, wir brauchen talentierten Nachwuchs. In Uzwil hat man dafür eine Lösung gefunden. Ex-Präsident und Schachclubmitglied Hans-Joachim Lessner sagt: «Wir brauchen einen Roger Federer des Schachs.» Das klingt plausibel. Doch wie kriegt man einen Roger Federer? Einfach sei das nicht. Die Talentförderung sei ein Teufelskreis. «Wenn das Gehirn der Kinder allmählich so weit entwickelt ist, um gut Schach zu spielen, dann wollen sie sich lieber bewegen.»

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Die Vorzeichen der Sitzung des Stadtparlaments deuteten wegen des Kathi auf eine hitzige Diskussion hin. «Wir erwarten eine heisse Debatte», sagte denn auch Parlamentspräsident Adrian Bachmann zur Begrüssung. «Da ist es doch verkraftbar, dass die Heizung ausgestiegen ist.» Trotz des heissen Ambientes sprach Stadtpräsidentin Susanne Hartmann im kalten Tonhallensaal mit angeschlagener Stimme. Marianne Mettler betätigte sich kurzerhand als Krankenschwester und servierte ihr einen Tee.

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Bei der Übergabe dreier neuer Tanklöschfahrzeuge an die Feuerwehren in Zuzwil, Flawil und Gossau zog Feuerwehrinspektor Daniel Bischof seinem Vorredner beim Wegtreten das Manuskript aus der Hand. Zum verdutzten Publikum sagte er: «Ich weiss erst seit ein paar Minuten, dass ich eine Ansprache halten soll. Da fühle ich mich besser, wenigstens einen Zettel in der Hand zu haben.»

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Der Finanzausgleich ist ein kompliziertes Konstrukt – auch jener des Kantons Thurgau. David Zimmermann, Gemeindepräsident von Braunau, versteht zum Beispiel nicht, wieso seine Gemeinde mehr Geld vom Kanton bekommen würde, wenn er den Steuerfuss um einen Prozentpunkt erhöhte. Da dieser Finanzausgleich alle vier Jahre überprüft wird, sagt Zimmermann: «Dann tanze ich dem Kanton halt noch auf der Nase rum.» (red.)