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SBB sucht online Paten
für den Wiler Bahnhof

Neu sollen auch in Wil Freiwillige am Bahnhof patrouillieren, die Bahnreisenden bei Fragen unterstützen und durch ihre Präsenz das Sicherheitsgefühl verbessern.
Andrea Häusler
Bahnhofpaten im Einsatz am Bahnhof Heerbrugg. (Bild: Hildegard Bickel)

Bahnhofpaten im Einsatz am Bahnhof Heerbrugg. (Bild: Hildegard Bickel)

Seit 2005 setzt die SBB an Schweizer Bahnhöfen sogenannte Bahnhofpaten ein – dies in Zusammenarbeit mit Gemeinden und ihren Polizeikorps. Das Projekt läuft als Teil des SBB-Programms Railfair und hat zum Ziel, mit sichtbarer Präsenz das Sicherheitsgefühl und die Aufenthaltsqualität im Bereich von Bahnhöfen zu steigern. Die Paten werden auf Wunsch der Gemeinden von der SBB rekrutiert, und die SBB bieten Hand dazu.

Projektstart noch nicht definiert

In der Deutschschweiz und dem Tessin sind inzwischen rund 225 Freiwillige an 18 Bahnhöfen im Einsatz. Nun soll Wil dazukommen. «Der Vertrag wurde kürzlich unterzeichnet», sagt Stadtrat Dario Sulzer, Vorsteher des Departements Soziales, Jugend und Alter (SJA). Gegenwärtig werden für Wil Bahnhofpaten gesucht. Die Tätigkeit ist auf «Benevol-Jobs», der Freiwilligen-Plattform von benevol Schweiz, ausgeschrieben. Es hätten bereits Gespräche mit Interessierten stattgefunden, sagt Dario Sulzer. «Das Projekt ist auf gute Resonanz gestossen, doch suchen wir noch weitere Paten.» Wann mit dem Projekt gestartet und die ersten Freiwilligen an den Bahnhof entsandt werden, ist laut Sulzer nicht definiert.

Kostenlose Schulung und Spesenentschädigung

Die Paten, die gut zu Fuss, kontaktfreudig und geeignet sein müssen, Konflikte konstruktiv zu lösen, werden für ihre Einsätze geschult. Sie sind immer zu zweit unterwegs, beantworten Fragen oder weisen auf die Bahnhofordnung hin. Für die Durchsetzung von Regeln allerdings sind Transportpolizei und Sicherheitsdienst zuständig. Pro Einsatz wird den Bahnhofpaten eine Spesenentschädigung ausbezahlt. Jährlich erhalten sie zudem den Betrag für den Kauf eines Halbtax-Abos. Als Anerkennung und zur Förderung des Zusammenhalts unter den Freiwilligen wird schliesslich ein Ausflug oder ein Jahresschlussessen durchgeführt.

Die Erfahrungen in anderen Städten sind positiv. So hat sich beispielsweise die Lage am Bahnhof Buchs nach Einführung der Paten im Jahr 2009 nach turbulenteren Zeiten entspannt, wie Projektleiter Walter Schwendener unlängst gegenüber dem «Werdenberger & Obertoggenburger» sagte. Gleichzeitig habe sich durch die abendliche Präsenz das subjektive ­Sicherheitsgefühl erhöht.

Positive Beurteilung der Kantonspolizei

Auch seitens der Kantonspolizei wird das Projekt «Bahnhofpatenschaften» grundsätzlich positiv bewertet. «Wir sind für alle Massnahmen offen, welche die subjektive Sicherheit an den Bahnhöfen erhöhen», sagt Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation bei der Kantonspolizei St. Gallen. Oft reichten hierfür bereits patrouillierende Menschen mit Leuchtweste aus. Bedingung sei einzig, dass sich die Paten ihrer Funktion und Aufgaben klar bewusst sind und keine selbstgefährdenden Interventionen ausführen.
Andrea Häusler

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