Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Saurer Lohn für Grottenschlechtes

Die «Grotto Glatto»-Kulturwoche auf dem Flawiler Steiger-Areal ist Geschichte. Am Freitag wurde nochmals konzertiert, aber auch amüsiert: Mit der Prämierung der grottenschlechtesten Ansichtskarte.
Andrea Häusler
Die Gewinner: Dani Müller und Cornelia Büchel

Die Gewinner: Dani Müller und Cornelia Büchel

FLAWIL. Mit dem Scharrierfest, dem Wettstreit der Steinmetze sowie neuerlichen kulinarischen und akustischen Fernreisen, beendete das «Grotto Glatto – zum staubigen Hund» am Samstag das Sommerkulturprogramm 2015. Dies, nachdem Grottenschlechtes den Abend zuvor dominiert hatte: die Auswertung des Postkartenwettbewerbs.

Metzger und die Monarchie

Ansichtskarten aus den Ferien weckten positive Emotionen, seien geeignet, Feriengefühle zu aufzuwärmen und Vorfreude zu auf die schönsten Wochen des Jahres zu wecken, begründete Jurymitglied Oli Schatzmann die Idee des Postkartenwettbewerbs. Die Suche nach der grottenschlechtesten Ansichtskarte sei ein Wortspiel, das Vorfreude auf die Kulturwoche wecken und auf das Spezielle des «Grotto Glatto» hinweisen sollte.

Die Idee kam an. Rund dreissig Ferienkarten waren ans Grotto Glatto, beziehungsweise die Bildhauerei Steiger geschickt worden: Kreatives, Unkonventionelles, Kitschiges, Selbstgemachtes und Anzügliches. Dazu auch ganz Nettes. Flawils Gemeindepräsident Elmar Metzger und seine Frau Valeria etwa hatten sich für einen Feriengruss mit dem Bild der Königin von Dänemark entschieden. «Naheliegend», kommentierte Oli Schatzmann, «dass er, als Demokrat, das Foto grottenschlecht findet.» Weihnachtskarten seien dabei gewesen, eine umgestaltete Schokoladenverpackung oder eine Grusskarte mit inzwischen verdorrtem Schnittlauch. «Einige Karten waren derart geschmacklos, dass sie schon wieder cool wirkten», sagte Schatzmann und Wolfgang Steiger, ebenfalls Jurymitglied stellte fest: «Schlechtes zu prämieren ist eine völlig ungewohnte Herausforderung.»

Staubfreier Schosshund

Dennoch gelang es den Juroren, sich auf einen Sieger zu verständigen. Versandt wurde die schlechteste Karte von Hasso Heimatlos alias Dani Müller. Das Siegerexponat, das niemand erhalten und schon gar nicht aufheben möchte, zeigt vor einem schillerndem Herzchen-Hintergrund einen dreidimensional dargestellten Schosshund. Für die geschmacklose Wahl erhielt der Absender eine Flasche Essig. Essig gab es auch für die Gewinnerin der Publikumswertung. Und einen Kaktus. Die Laienjury hatte sich ebenfalls mehrheitlich für das Sujet «Hund» entschieden. Gewählt und mit Gruss und Kuss von Julius, Schnauz und Bart von Eduard verschickt, hatte die Karte Dani Müllers Partnerin Cornelia Büchel.

Krötenschlecht oder Kacke

Die Sieger konnten eruiert werden, die Bedeutung des Begriffs grottenschlecht allerdings nicht. Oli Schatzmann versuchte sich mit Interpretationen: der italienischen Version mit den «grotesken Zeichnungen» des Kaiser Neros, der süddeutschen Variante «krottenschlecht» und der französischen Definition «La crotte» (die Kacke). Laut Wikipedia wird dieses Idiom auch für einen Hundehaufen verwendet, womit auch der Bezug zu den Siegersujets hergestellt wäre.

Die Jury mit Marianne Bargagna, Oliver Schatzmann und Wolfgang Steiger (v. l.) präsentiert die Siegerkarten. (Bilder: Andrea Häusler)

Die Jury mit Marianne Bargagna, Oliver Schatzmann und Wolfgang Steiger (v. l.) präsentiert die Siegerkarten. (Bilder: Andrea Häusler)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.