Sauberes Wasser für die Thur

Bei der ARA Zuzwil wurde ein neuer Gasometer erstellt. Das sauber gereinigte Abwasser kann guten Gewissens in die Thur abgeleitet werden.

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Das Wasser der ARA Zuzwil weist zufriedenstellende Messwerte auf. (Symbolbild: St. Galler Tagblatt)

Das Wasser der ARA Zuzwil weist zufriedenstellende Messwerte auf. (Symbolbild: St. Galler Tagblatt)

ZUZWIL. Die ARA Zuzwil ist 24 Stunden am Tag in Betrieb und reinigt das Abwasser der Gemeinde Zuzwil sowie einen Teil der Gemeinde Wuppenau. Damit die Anlage technisch stets auf einem guten Stand ist und sauberes Wasser abgeleitet werden kann, ist ein laufender Unterhalt notwendig.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass sich die laufenden Investitionen lohnen, um eine gute Wasserqualität sicherzustellen. Dies bestätigen auch die Resultate der kantonalen Vergleichsmessungen. Diese wurden im April in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Glarus durch das Amt für Umwelt und Energie durchgeführt. Ziel dieser regelmässigen Vergleichsmessungen ist es, den Labors eine Selbstkontrolle der eigenen Untersuchungstätigkeit zu ermöglichen.

Gute Messwerte

Bei den Zulaufproben wurden die Werte Ammonium, Gesamt-Stickstoff, Gesamt-Phosphor, gesamter organischer Kohlenstoff sowie chemischer Sauerstoffbedarf gemessen. Bei den Ablaufproben wurde anstelle des chemischen Sauerstoffbedarfs zusätzlich der Nitratwert gemessen. Die Messwerte werden in die Klassifikationen «zufriedenstellend», «fraglich» und «nicht zufriedenstellend» eingeteilt. Erfreulicherweise lagen alle Messwerte der ARA Zuzwil innerhalb des Mittelwert-Bereiches, was eine zufriedenstellende Qualität bedeutet. Der Thur kann somit einwandfreies, gereinigtes Wasser übergeben werden.

Zwischenspeicher für Gas

In diesem Jahr stand der Ersatz des Gasometers auf dem Programm. Die Bürgerschaft hat dafür einen Investitionskredit von 380 000 Franken genehmigt. Im Gasometer wird das in der Faulung entstehende Gas zwischengespeichert. Dieses kann anschliessend als Treibstoff für das Blockheizkraftwerk genutzt werden, das elektrische Energie produziert, aber auch Wärmeenergie für die Beheizung des Faulturms und des Betriebsgebäudes liefert. Der Gasballon im Dachgeschoss des Betriebsgebäudes der ARA Zuzwil musste ersetzt werden. Dafür wurde in einem neuen Nebengebäude eine Anlage mit einem Volumen von 125 Kubikmetern erstellt, die bisherige Anlage umfasste nur rund 50 Kubikmeter. Mit der Vergrösserung des Lagervolumens kann die Anlage flexibler genutzt werden.

Nachdem in den letzten Jahren beim alten Block Betonsanierungsarbeiten am Regenbecken sowie bei den Brüstungen der Vor- und Nachklärbecken durchgeführt wurden, steht in diesem Jahr die Sanierung der beiden Belüftungsbecken an. Für diese Werterhaltungsmassnahme wurden 120 000 Franken genehmigt. (gk)