«Sarah Bösch muss erwachsen werden»

Die Wiler Stadtparlamentarierin Sarah Bösch hat mit ihren Aussagen hohe Wellen geworfen. Die Wiler Zeitung hat auf der Oberen Bahnhofstrasse gefragt, wie es in der Causa Bösch weitergehen soll.

Text: Kristian Filipovic Bilder: Ursula Ammann
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Bild: Sandra Brändle

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In einer solchen Position, in der sich Sarah Bösch befindet, sollte ein Beitrag nicht auf einer sozialen Plattform wie Facebook landen. Facebook ist für den Austausch von Inhalten mit Freunden und Bekannten gedacht, jedoch für jeden sichtbar. Ob die Öffentlichkeit das Recht hat zu entscheiden, wie es mit Sarah Bösch weitergeht in der Politik, ist eine schwierige Frage. Ich persönlich kenne mich mit diesem Fall zu wenig aus und möchte darum nicht urteilen, wie es mit ihr weitergehen soll. Diese Entscheidung muss eine zuständige Partei und das Wiler Stadtparlament treffen.

Ich bin von einer Generation, die ohnehin nicht ein Fan von Facebook ist. Was Sarah Bösch über Facebook veröffentlicht hat, sollte man in ihrer Position nicht publik machen. Trotzdem sollte man aus diesem Fehler kein grosses Drama machen. Es war ein Ausrutscher von ihr. Ich denke, sie wird daraus aber etwas lernen. Es wird sicherlich schwierig für sie werden. Man sollte ihr dennoch eine zweite Chance geben.

Meiner Meinung nach ist Sarah Bösch nach den ganzen Vorfällen nicht mehr tragbar. Dass sie alkoholisiert Auto gefahren ist und sich zudem über Facebook über die Polizeikontrolle beschwerte, darf sich eine politische Persönlichkeit wie sie nicht erlauben. Im Stadtparlament hat sie nichts verloren und soll von dort zurücktreten. Solche Leute wie sie kann man in der Politik nicht brauchen.

Ich bin zwar ein Wiler, wohne aber in Sydney und bin nur zu Besuch hier. Auf das Thema Sarah Bösch bin ich durch meine Mutter gestossen, die mich darüber informiert hat. In Sydney hatte es einen ähnlichen Fall gegeben, wo ein Politiker unter Alkoholeinfluss gefahren ist. Ich denke, was Sarah Bösch da gemacht hat, ist grosses Theater. Irgendwo gibt es Grenzen. Sie muss erwachsen werden.

Politiker müssen sich an Gesetze halten wie alle anderen auch. Nach den Aktionen von Sarah Bösch in den vergangenen Tagen ist sie meines Erachtens nicht mehr glaubwürdig. Die Öffentlichkeit ist eine super Sache, aber irgendwo muss es einen Stop geben. Sarah Bösch hätte viel diskreter sein sollen als eine Person der Öffentlichkeit. Ich habe gemischte Gefühle bei der Frage, ob sie aus der Politik ausgeschlossen werden soll oder nicht. Sie muss auf jeden Fall zu ihren Fehlern stehen.

Bild: Sandra Brändle

Bild: Sandra Brändle

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