SANIERUNGSBEGINN: Deponie Dreibrunnen soll 2019 entsorgt werden

Die Dorfkorporation Bronschhofen hat gute Nachrichten erhalten: Sie muss für die Beseitigung der Deponie in der Nähe der Wasserfassung Dreibrunnen nicht aufkommen. Die Sanierung wird voraussichtlich im Winter 2018/2019 erfolgen.

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Die deponieverseuchte Schutzzone um das Grundwasserpumpwerk Dreibrunnen harrt nach wie vor der Sanierung. Doch ein Ende der Wartezeit ist nun in Sicht. Wie der Verwaltungsratsprä­sident der Dorfkorporation Bronschhofen (DKB), Richard Scheerer, am Freitagabend an der Korporationsversammlung im Pfarreiheim Bronschhofen vor 89 Stimmberechtigten und einigen Gästen mitteilte, hätten langwierige Abklärungen der Stadt Wil ergeben, dass die DKB für die von allen Seiten unbestrittene Deponiebeseitigung – die Kosten werden auf über 1,4 Millionen Franken geschätzt – finanziell nicht aufkommen muss. Man habe in der Zwischenzeit eine Sanierungsverfügung erhalten, welche die Grundlage dafür bildet, dass man aktiv an das Projekt herangehen kann. «Unsere Kollegen in der Stadt sind guter Dinge, dass man den Sanierungstermin 2019 wahrnehmen kann», sagte Scheerer. Voraussichtlich würden die Arbeiten im Winter 2018/2019 durchgeführt werden.

Schlechtes Wasserjahr und zwei Prozent Solarenergie

Wie wichtig die Wasserfassung Dreibrunnen für die Dorfkorporation ist, zeigte sich auch im Betriebsjahr 2016, war doch die Ergiebigkeit der DKB-Quellen schlecht. Über die Quellen in Beckingen und in der Sonnenhalde konnten nur 201000 m3 Trinkwasser gewonnen werden – was 15000 m3 weniger waren als im «bereits schlechten» 2015. In Dreibrunnen konnten über 55000 m3 Trinkwasser gefördert werden, was für den Verwaltungsrat «die Wichtigkeit dieser Grundwasserfassung unterstreicht».

Trotzdem habe der «Eigendeckungsgrad» beim Trinkwasser nur bei drei Viertel gelegen, was zeige, wie wichtig die Versorgungsmöglichkeit über die Regionalwasserversorgung Mittelthurgau sei. Ohne die 81750 m3 Wasser aus der Thurebene «müsste an manchen Tagen im Jahr das Trinkwasser rationiert werden», so Scheerer.

Interessant ist die Entwicklung beim Stromverbrauch auf dem Gebiet der Dorfkorporation. Dieser betrug 2016 29,7 Gigawattstunden, wodurch sich der Verbrauch gegenüber 2015 leicht erhöhte. Insgesamt 2,09 Prozent der Gesamtproduktion oder 634000 kWh gross war dabei der Anteil der in Bronschhofen produzierten Solarenergie.

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch