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SANIERUNG: Deckengemälde bröckelt zusehends ab

Die Katholische Kirchgemeinde Wil steht vor zwei neuen Bauaufgaben: Die «Harmonie» und die Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen bedürfen der Sanierung.
Christof Lampart
Jürg Grämiger, Präsident der Katholischen Kirch- und Pfarrgemeine Wil. (Bild: Christof Lampart)

Jürg Grämiger, Präsident der Katholischen Kirch- und Pfarrgemeine Wil. (Bild: Christof Lampart)

«Wir bauen auf und reissen nieder – und haben Arbeit immer wieder.» Dieser etwas holprige Reim passt gegenwärtig zur Katholischen Kirchgemeinde Wil. Wie Präsident Jürg Grämiger am Freitagabend vor 210 Stimm­berechtigten im katholischen Pfarreizentrum in Wil erklärte, kommen in den nächsten Jahren etliche Bauvorhaben auf die Wiler Katholiken zu.

Harmonie ist instabil und undicht

Zum Projekt für die Gesamtsanierung des Hauses Harmonie an der Kirchgasse 23 in der Wiler Altstadt für 1,75 Millionen Franken sagte der Souverän sozusagen notgedrungen Ja. Denn zum einen ist die betroffene Liegenschaft wie alle in der Altstadt gelegenen Gebäude denkmalgeschützt und muss somit aus baulichen Gründen erhalten bleiben. Zum anderen kann die lange herausgeschobene Sanierung nicht mehr länger warten. Die Gründe verdeutlichte Jürg Grämiger, indem er die Mängel der Harmonie aufzählte: «Die Statik ist instabil, die Fassade bröckelt, die Fenster sind alt und undicht, das Dach rinnt, das Innere mit verwinkelten Räumen und Stufen ist unpraktisch und alt, teils sehr mangelhaft, Feuchtigkeit und Lärm stören, für Wohnzwecke ist sie nicht mehr attraktiv und nur mehr bedingt vermietbar.» So gesehen mache nur eine aufwendige Gesamtsanierung Sinn. Eine solche sei zwar «teuer», doch nur so könne die Immobilie «werthaltig und erhaltenswert» gemacht werden, sagte Jürg Grämiger. Vorgesehen ist, dass in den drei oberen Geschossen fünf schöne, auf den Pausenplatz des Kirchplatz-Schulhauses ausgerichtete Altstadtwohnungen entstehen. Fürs Parterre sind Mehrzweckräume vorgesehen, die mal durch die Schule, mal durch die Kirche genutzt werden könnten, wodurch wieder Synergien entstünden, erläuterte Grämiger. Seine Ausführungen leuchteten den Stimmberechtigten offensichtlich ein: Sie sagten einstimmig Ja zur Vorlage.

Sofortmassnahmen getroffen

Noch einiges länger wird die Wiler Katholiken die Innenraum-Situation von Maria Dreibrunnen beschäftigen. Wie Jürg Grämiger erklärte, bereitet vor allem das grosse Deckengemälde Sorge. Denn gut 30 Jahre nach der letzten Renovation habe man feststellen müssen, dass Stellen des unter eidgenössischem Denkmalschutz stehenden Gemäldes beschädigt seien, Putz herunterfalle und weitere kleinere Reparaturen nötig seien. Gegenwärtig laufen in Absprache mit der Denkmalpflege bereits erste Sofortmassnahmen zur Absicherung. Weitere Abklärungen durch Fachleute seien eingeleitet», wie Jürg Grämiger erklärte. Eine entsprechende Sanierungsbotschaft werde an der ordentlichen Kirchbürgerversammlung im Jahr 2018 vorgelegt werden. Unmissverständlich klar machte Grämiger auch, welche Konsequenzen eine Innenraumsanierung für die Gläubigen haben wird: «Für eine gewisse Zeit wird die Kirche geschlossen bleiben müssen. Doch wird das voraussichtlich erst um 2019 herum der Fall sein».

Wiler Madonna kehrt zurück

Ein weiteres wichtiges Projekt soll im laufenden Jahr die Rückführung der wertvollen, aus dem 12. Jahrhundert stammenden Wiler Madonna in die Marienkapelle der Stadtkirche St. Nikolaus sein. Für das Restaurant Falkenburg in der Wiler Altstadt wird auf Januar 2018 ein neuer Wirt gesucht.

Die Jahresrechnung 2016 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 142500 Franken ab. Diese wurde ebenso wie das Budget 2017 genehmigt, das von einem gleichbleibenden Steuerfuss von 22 Prozent und Einnahmen von etwas mehr als 7 Millionen Franken ausgeht.

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

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