SANIERT: Auch die Heimat ist gerettet

Der FC Wil ist über den Berg. Zentral ist der Rückkauf des Aktienpakets. Ansonsten wäre er wohl ohne Stadion dagestanden.

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Der Scherbenhaufen im Bergholz ist knapp zwei Monate nach dem Ausstieg der türkischen Investoren zusammengekehrt. Gelingt es dem FC Wil, sich in den verbleibenden elf Partien dieser Saison sportlich aus der Bredouille zu befreien, spielt er mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nächste Saison in der Challenge League.

Das wichtigste Puzzleteil in der Sanierung ist der Rückkauf des Aktienpakets. Die 78 Prozent an Aktien, welche im Sommer 2015 an die türkischen Investoren der MNG Group verkauft worden waren, und von diesen nach dem Ausstieg weiterverkauft wurden, sind nun wieder im Besitz des FC Wil. Das dürfte die Chancen für eine Lizenz für die nächste Saison deutlich erhöhen.

Die neue AG wäre nicht Vertragspartner gewesen

Aber nicht nur das: Hätte die Lizenz über eine neue Gesellschaft – die FC Wil AG – beantragt werden müssen, wäre das aller Voraussicht nach einhergegangen mit einem gravierenden Problem: Der Verein hätte wohl keine Heimat mehr gehabt. Denn die Berechtigung, in der IGP Arena zu spielen und zu trainieren, hat die FC Wil 1900 AG und nicht die FC Wil AG. Christian Tröhler, Präsident der Wiler Sportanlagen (Wispag), bestätigt: «Die FC Wil AG ist nicht Vertragspartnerin der Wispag und würde theoretisch weder über ein Stadion noch über ein Trainingsgelände verfügen.» Die Diskussionen dürften sich nun erübrigen. 14

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch