Sammelerfolg für den Kongo

Für die Förderung der Menschenrechte und der Ernährung in der Demokratischen Republik Kongo haben sechs Pfarreien während der Fastenzeit beinahe 35 000 Franken gesammelt.

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Mehr zu essen dank der Unterstützung aus dem Toggenburg und der Arbeit von Fastenopfer: Eine Kongolesin bewässert ihren Garten. (Bild: pd)

Mehr zu essen dank der Unterstützung aus dem Toggenburg und der Arbeit von Fastenopfer: Eine Kongolesin bewässert ihren Garten. (Bild: pd)

TOGGENBURG. Seit 1961 engagiert sich Fastenopfer weltweit gegen die Armut und für die Rechte der Menschen. Dabei zählt das Hilfswerk auf die Unterstützung der Pfarreien und Seelsorgeeinheiten. So haben die Pfarreien Bütschwil, Ganterschwil, Libingen, Lütisburg, Mosnang und Mühlrüti in der diesjährigen Fastenzeit 34 989 Franken gesammelt. Mit diesem Betrag leisten die sechs Pfarreien wichtige Hilfe für ein Projekt des Fastenopfers zugunsten benachteiligter Menschen im Kongo.

Gruppen sichern Ernährung

Bedingt durch die Kriegswirren litt die Gegend um Mwilambongo mitten im Kongo bis vor einigen Jahren unter akutem Nahrungsmangel. Heute noch gibt es wenig Kleinvieh und Saatgut, weshalb die landwirtschaftliche Produktivität schlecht ist. Viele Verkehrswege sind noch immer in einem schlimmen Zustand und die Abholzung nimmt zu. Die Gesundheit der Menschen wird durch Malaria, verunreinigtes Trinkwasser und die Verbreitung von HIV/Aids stark beeinträchtigt.

In der Diözese Idiofa haben Frauen- und Bauerngruppen das Entwicklungszentrum CDR gegründet. Ziel ist, die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zu sichern und für die landwirtschaftlichen Probleme gemeinsam Lösungen zu finden.

Das CDR bildet Animatoren und Animatorinnen der Basisorganisationen aus. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen Gemeinschaftsfelder, um Reserven von Saatgut und Nahrung aufzubauen, die Optimierung des Saatguts, die Aufwertung der Kleintierhaltung sowie die Fischzucht. Gemeinschaftliche Sparkassen entlasten die beteiligten Familien in Fällen von Krankheit, sozialen Problemen oder bei der Einschulung der Kinder.

«Gemeinsam mit mehr Kraft»

Das CDR kämpft auch gegen die grassierende Korruption. Oftmals muss die Partnerorganisation intervenieren, weil Staatsbeamte von den Dorfgruppen fiktive Abgaben verlangen. Ziel der Projekte von Fastenopfer ist, die Gemeinschaften und die Selbstverantwortung der Menschen zu stärken und dadurch die Gefahr neuer Abhängigkeiten nachhaltig zu verringern. Patrick Renz, Direktor von Fastenopfer, ist beeindruckt: «Fastenopfer setzt sich dafür ein, Menschen miteinander zu verbinden und so ein Netz der Solidarität zu knüpfen. Die Unterstützung aus dem Toggenburg zeigt, dass uns dies gelungen ist.» (pd)

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