SAMMELAKTION: «Es ist kein Bettelbrief»

Der FC Wil wendet sich an seine Fans und will in 80 Tagen 50000 Franken sammeln. Mit dem kurzfristigen Überlebenskampf hat dies aber nichts zu tun.

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Es wirkt wie ein Hilferuf. Der FC Wil, dessen Fortbestehen nach den Wirren um die türkischen Investoren weiterhin nicht gesichert ist, wendet sich an seine Fans, um 50000 Franken zu sammeln. Doch eines irritiert: Das Geld soll innerhalb von 80 Tagen zusammenkommen, also bis 11. Juni. Bis dahin steht längst fest, ob der Verein überlebt hat oder nicht. Der Lizenzentscheid für die kommende Spielzeit fällt spätestens Ende Mai.

Was hat es also mit dieser Sammelaktion auf sich? «Wir hatten mehrere Anfragen von Fans, wie man den FC Wil unterstützen könne. Der Betrag, welcher zusammenkommt, ist explizit nicht für die Rettungsaktion dieser Saison, sondern zur langfristigen Sicherung der Existenz. Es handelt sich also nicht um einen Bettelbrief», sagt Jan Wegmann von der Kommunikationsabteilung des FC Wil. Er hat die Aktion initiiert und gestern lanciert. Sie läuft über das Portal «I Believe In You». Bis gestern Abend haben zehn Personen mitgemacht und 2625 Franken gespendet.

Die kurzfristige Rettungsaktion der Taskforce ist derweil weiter im Gang. Gesamthaft müssen 2,5 Millionen Franken für den Rest dieser Saison her, um zu überleben. Wie viel Geld noch fehlt, lässt der FC Wil offen.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch