Sambursa und Bainge aus Mali

Das Flawiler Brockenhaus der Stiftung Tosam verkauft an drei Samstagen nicht nur Gebrauchtes. Auf dem Vorplatz wird international gekocht.

Andrea Häusler
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Sambursa heisst die Spezialität, die Keita aus Mali servierte. (Bild: Andrea Häusler)

Sambursa heisst die Spezialität, die Keita aus Mali servierte. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. Keita kommt aus Mali. Seit zwei Jahren lebt sie mit ihren Kindern in der Schweiz. Der Kleine geht ins «Karussell», der Grosse in den Kindergarten, sagt sie in verblüffend gutem Deutsch. Vor dem Flawiler Brockenhaus bot die Afrikanerin am Samstag Spezialitäten aus ihrer Heimat an: Sambursa mit Gemüse oder Fleisch, daneben Bainge, süsse, frittierte Küchlein. Das Geld, das sie mit dem Verkauf verdiente, darf sie behalten, die Getränkeeinnahmen gehen ans Brockenhaus. «Unsere Kundschaft ist interkulturell», sagt Betriebsleiter Hugo Strassmann.

Mit dieser Aktion könnten sich die Nationen nun kulinarisch präsentieren. Keita hat den Anfang gemacht. Am kommenden Samstag gibt es Spezialitäten aus dem Iran. Den «Koch» hat Strassmann am Herbstmarkt kennengelernt. Die Bosnierin, die am dritten kulinarischen Samstag internationales Flair vors Brockenhaus bringen wird, ist eine Kundin, die regelmässig hier kauft. Das Echo der Kundschaft sei positiv gewesen, sagt Hugo Strassmann. Dies bestätigen auch die leeren Chafing Dishes am frühen Nachmittag.