Saisonvorbereitung
Eine Lehrstunde für den FC Uzwil: 1.-Ligist verliert mit 2:9 gegen den FC St.Gallen

Trotz einer deutlichen Niederlage im Testspiel zieht der Trainer ein positives Fazit. Und nicht nur sportlich gesehen konnte der Klub dem Match etwas abgewinnen. Rund 500 Zuschauer verwandelten die Rüti und ein Dorffestareal.

Christoph Heer
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Der FC St.Gallen zeigt sich am Sonntagmorgen beim 9:2-Sieg gegen den 1. Ligisten aus Uzwil in bester Torlaune.

Der FC St.Gallen zeigt sich am Sonntagmorgen beim 9:2-Sieg gegen den 1. Ligisten aus Uzwil in bester Torlaune.

Bild: Christoph Heer

Der FC Uzwil ist auf diese Saison hin in die 1. Liga aufgestiegen und befindet sich erst seit rund einer Woche im Trainingsmodus. Ganz anders die Lage beim FC St.Gallen, sie eröffnen am kommenden Samstag in Lausanne die neue Super-League-Saison. Selbstredend befinden sich die Grün-Weissen schon näher am Spielmodus, tags zuvor haben sie den spanischen La-Liga-Klub Athletic Bilbao mit 2:1 geschlagen.

Mit einer B-Elf starten die St.Galler in ihr letztes Testspiel und gehen bereits in der zehnten Minute in Führung. Die Henauer Rüti füllt sich mit vielen Fans, schliesslich gibt der Speaker die Zahl von 472 zahlenden Zuschauer bekannt. Schade ist dabei, dass von Stimmung keine Spur ist. Nicht einmal die Tore des namhaften Gegners werden frenetisch beklatscht oder überhaupt umjubelt. Es ist eher eine wohlgesinnte Kenntnisnahme; es ist ja auch noch Sonntagmorgen.

Bessere Stimmung kommt später doch noch auf, entweder bei mirakulösen Paraden des Uzwiler Goalies Silvan Düring oder aber bei den zwei Toren der Uzwiler.

Zufriedene Trainer auf beiden Seiten

Das Resultat spricht eigentlich Bände und könnte auf eine Demontage des Unterklassigen hindeuten. Uzwils Trainer Ar­mando Müller sagt denn auch nach dem Spiel, dass er nie gerne verliert. «Vor allem nicht so hoch. Schlussendlich haben wir probiert, mitzuspielen und nicht das St.Galler Spiel zu verhindern – und das ist uns nicht schlecht gelungen.» Müller weiss, dass nach den wenigen Trainingstagen seiner Mannschaft die Handlungsschnelligkeit noch Verbesserungspotenzial hat. «Genau darin sehe ich den grossen Unterschied in diesen 90 Minuten», sagt der Trainer.

Für Peter Zeidler, Trainer der Espen, ist es eine gelungene Hauptprobe vor dem Saisonstart am Samstag. «Zuerst will ich mich für diese hervorragenden Bedingungen und tolle Organisation bedanken. Zum Spiel: Wir haben über viele Phasen dominiert und nehmen einige positive Aspekte mit in die letzten Vorbereitungstage.»

Die Rüti gleicht einem Dorffestareal. Mit dabei viele Uzwiler und solche, die es einmal waren. Der Grill läuft auf Hochtouren, die Trinkbecher gehen im Sekundentakt über die Tresen und die Autogrammjäger belagern am Schluss die Spieler und den Staff des FC St.Gallen inklusive Matthias Hüppi, Alain Sutter und Peter Zeidler.