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«Wir haben Lehrgeld bezahlt»: Was der FC-Henau-Trainer Arlind Sopa zur 0:5-Auftaktniederlage gegen Romanshorn sagt

Das erste Spiel in der 2. Liga hatten sich die Henauer natürlich anders vorgestellt. Ein 0:5 beim FC Romanshorn tönt deutlich, doch der Schein trügt: Die Gäste konnten lange Zeit mithalten und das Spiel zeitweise gar kontrollieren. Dennoch: Auf den Coach und seine Mannschaft wartet noch viel Arbeit.

Tim Frei
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Manuel Bossart (in Blau) und der FC Henau zeigten bis zum 0:2 eine ansprechende Leistung.

Manuel Bossart (in Blau) und der FC Henau zeigten bis zum 0:2 eine ansprechende Leistung.

Bild: Tim Frei (Henau,
14. August 2021)

Es war eine wegweisende Szene, die sich zu Beginn der zweiten Halbzeit ereignet hatte: Nachdem Romanshorns Goalie nach einem Rückpass eines Mitspielers den Ball in die Hände genommen hatte, unterbrach der Referee das Spiel. Nach Rücksprache mit dem Linienrichter, der die Aktion als nicht absichtlich taxierte, kam es jedoch zum Schiedsrichterball – ein verpasster Elfmeter und ein grosses Pech für die Henauer.

Doch es kam für die Gäste noch schlimmer: Mit dem darauffolgenden Abschlag kassierten sie das 0:2. Ein Treffer mit grossen Auswirkungen, sagte doch der FC-Henau-Trainer Arlind Sopa: «Nach diesem Rückschlag sind wir auseinandergefallen.» Während die Kräfte beim Aufsteiger immer mehr nachliessen, sorgte Romanshorn – vergangene Saison auf Rang zwei in der 2. Liga regional – mit drei weiteren Treffern schliesslich für klare Verhältnisse. Dies auch, weil die Gäste sich viele individuelle Fehler leisteten.

Markus Anderes verpasst Führungstreffer nach zehn Sekunden

Es war ein verdienter Sieg für Romanshorn. Doch mit 5:0 fiel er zu hoch aus, zeigten die Henauer doch bis zum zweiten Gegentreffer eine ansprechende Leistung in ihrem ersten 2.-Liga-Spiel. Und dies erst noch mit einer jungen Mannschaft, bei der nur drei Spieler aus der Startelf Erfahrung auf dieser Stufe mitbringen.

Henau war verheissungsvoll und mit viel Engagement in die Partie gestartet. Bereits nach zehn Sekunden wäre beinahe der Führungstreffer gelungen, doch der vom FC Uzwil verpflichtete Markus Anderes verfehlte das 1:0 aus kurzer Distanz. Und doch: Die Gäste nahmen den Schwung gleich mit und kontrollierten das Spiel in der Folge.

Dem Gegner zu viel Platz gelassen, zu wenig clever gespielt

Weil die Henauer nach einem Eckball doch einen Treffer hinnehmen mussten, gingen sie mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit sollten nochmals zwei weitere Gegentore nach Corner fallen. Trainer Sopa ortete denn auch bei der Verteidigungsarbeit nach Standards ein Manko:

«Wir haben den Gegenspielern zu viel Platz geboten und haben auch die Cleverness vermissen lassen. Das hat Romanshorn eiskalt ausgenutzt. Wir haben Lehrgeld bezahlt.»

Es bringe nun aber nichts, Trübsal zu blasen. Für Sopa geht es jetzt darum, die Lehren aus dieser Partie zu ziehen, um am nächsten Wochenende eine Reaktion zu zeigen. Einen wichtigen Verbesserungspunkt hat der Trainer schon geortet: «Wir müssen handlungsschneller werden, denn in der
2. Liga kann man sich diese Zeit einfach nicht nehmen, sonst ist man chancenlos.» Eine klare Veränderung zur 3. Liga, an die sich die Henauer zuerst einmal gewöhnen müssen.

FC Romanshorn - FC Henau 5:0 (1:0)
Tore: 22. Senn 1:0. 55. Senn 2:0. 60. Zanetti 3:0. 68. Spindler 4:0. 82. Länzliger 5:0.
Henau: Abbt; Dal Molin (71. G.Fernandez), Sejdi (83. Schmidt), Anderes, Hungerbühler; Easwaralingam (57. Fernandez Puron), Broger, Holenstein, Bossart; Löhrer; Huber (57. Marku).

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