Saisonende für die Red Lions Frauenfeld

Drucken
Teilen

Unihockey Die Red Lions Frauenfeld boten Piranha Chur auch im dritten NLA-Playoff-Viertelfinal die Stirn, mussten sich aber nach Verlängerung erneut knapp mit 5:6 geschlagen geben. Piranha steht somit im Halbfinal, und für Frauenfeld ist die Saison beendet.

Frauenfeld knüpfte dort an, wo es vor einer Woche aufgehört hatte. Druckvoll und couragiert starteten die Löwinnen ins dritte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie. Doch wie in der zweiten Partie blieben zu viele Chancen ungenutzt. Das Heimteam zeigte sich in Sachen Effizienz abgebrühter und lag zur Pause 2:0 in Front. Frauenfeld hatte im ersten Drittel nicht viel falsch gemacht, brauchte aber zwingend den ersten Torerfolg im Mittelabschnitt, um ins Spiel zurückzufinden.

Ereignisse überschlagen sich

Die Löwinnen zeigten Biss und konnten durch vehementes Nachsetzen in der 28. Minute zum ersten Mal jubeln. Nicole Braunschweiler verkürzte für die Gäste auf 1:2. Nur wenig später war die Partie unentschieden. Marianne Gämperli schloss im Powerplay wuchtig zum 2:2 ab. Chur zeigte sich von der Aufholjagd der Red Lions unbeeindruckt und nützte bereits die nächste Möglichkeit zur 3:2-Führung. Die Ereignisse überschlugen sich, denn in der gleichen Spielminute fand Frauenfeld die passende Antwort. Irene Räss stellte das Skore wieder auf Unentschieden. Es kam noch besser für die Gäste. Die erstmalige Führung zum 4:3 markierte erneut Räss vor der zweiten Sirene.

Alles oder nichts

Den Zuschauern bot sich im letzten Drittel ein spannender Playoff-Fight. Zuerst war es Piranha, welches mit einem Doppelschlag bis drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit ein 3:4 in ein 5:4 drehte. Danach setzten die Löwinnen auf die Karte «alles oder nichts» und agierten ohne Torhüterin mit sechs gegen fünf Feldspielerinnen. Diese Überzahlsituation wurde durch den Treffer von Andrea Ressnig zum 5:5 ausgenutzt. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Dort gab es Chancen hüben wie drüben. Der Siegestreffer blieb den Red Lions verwehrt. Es war Piranha, welches in der 9. Minute der Verlängerung mit dem Treffer zum 6:5 die Partie und somit auch die Playoff-Serie für sich entschied.

Frauenfeld hätte sich ein viertes Spiel verdient, biss sich allerdings an der mangelnden Chancenauswertung und der Routine des amtierenden Schweizer Meisters die Zähne aus. Die Aufstiegssaison der Red Lions ist beendet. Das Team von Trainer Mark Van Rooden kann auf eine zufriedenstellende Meisterschaft zurückblicken. (bra)