Saalbau nach Berner Art

KIRCHBERG. Eine gewisse Ironie ist nicht wegzudiskutieren. Da beherrscht im st. gallischen Kirchberg ein Thema die politische Agenda, das sie im bernischen Kirchberg längst vom Tisch haben: ein Saal, beziehungsweise dessen Ablehnung an der Urne.

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KIRCHBERG. Eine gewisse Ironie ist nicht wegzudiskutieren. Da beherrscht im st. gallischen Kirchberg ein Thema die politische Agenda, das sie im bernischen Kirchberg längst vom Tisch haben: ein Saal, beziehungsweise dessen Ablehnung an der Urne. Infoveranstaltungen dazu besuchten mehr Menschen als manch eine Bürgerversammlung. Plakate für und gegen die Vorlage säumten 2012 die Strassenränder Kirchbergs wie derzeit Schneemahden.

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Die Saalfrage ist mit dem Nein aber nicht vom Tisch. Sie wird von neuem diskutiert, Bedürfnisse werden abgeklärt und eine Auslegeordnung gemacht. Wann ein allfälliger Saal gebaut wird, weiss heute niemand.

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Im bernischen Kirchberg steht ein solcher schon seit über 30 Jahren. Und da kommt die Ironie ins Spiel: der Gemeindesaal in Kirchberg (BE) heisst «Saalbau». Dieser, eröffnet 1979, biete Platz für 500 Personen und gute Infrastruktur. Die weitere Beschreibung des Berner Saals liest sich wie die Abstimmungsbroschüre, die unterdessen auf dem St. Galler Altpapier gelandet ist. (seb.)