Rund 15 Millionen für Schulbauten geplant

In diesem Jahr werden die Vorbereitungen für die Planung der Schulanlage Schwarzenbach in Angriff genommen. Insbesondere geht es um die Frage, ob ein zweistöckiger Anbau unter Belassung des heutigen Pavillons sinnvoll ist oder ob ein dreistöckiger Neubau mit Wegfall des Pavillons realisiert werden soll.

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In der Schulraumplanung geht es unter anderem um die Frage, ob der Pavillon (im Bild rechts) beibehalten oder abgebrochen werden soll. (Bild: Philipp Stutz)

In der Schulraumplanung geht es unter anderem um die Frage, ob der Pavillon (im Bild rechts) beibehalten oder abgebrochen werden soll. (Bild: Philipp Stutz)

SCHWARZENBACH. «Zuerst geht es darum, Grundlagen zu definieren», sagt Köbi Zimmermann, Präsident des Jonschwiler Schulrats, auf Anfrage. Die Schülerzahlen seien tendenziell steigend. Vor allem in Schwarzenbach bestehe ein grösseres Angebot an überbaubarer Fläche als in Jonschwil. Dort sind weitere Überbauungsetappen im Gebiet Sonnenhalde schwer abschätzbar. «Die Entwicklung ist ungewiss», sagt Köbi Zimmermann.

Studien und Kostenschätzungen

Im Jahr 2013 wurden mit dem «Think Tank Schulbauten» und an öffentlichen Veranstaltungen vier Varianten für die Schulanlage Schwarzenbach diskutiert. Dabei wurde ein Teilneubau als Ersatz für das «Schulhaus 1970» favorisiert. Die weiteren Arbeiten für die Schulanlage Schwarzenbach wurden jedoch zurückgestellt, da im vergangenen Jahr zuerst die Planung und Volksabstimmung zum Ersatzbau Kindergarten Jonschwil durchgeführt wurden. In diesem Jahr beginnen nun die Vorbereitungen für die Schulanlage Schwarzenbach, das heisst, es müssen Grobstudien, Vorabklärungen und Kostenschätzungen gemacht werden. In den nächsten Monaten wird der «Think Tank Schulbauten» eingeladen, diese Grundlagen näher zu diskutieren. Insbesondere wird es um die Frage gehen, ob ein zweistöckiger Neubau unter Belassung des heutigen Pavillons sinnvoll ist oder ob ein dreistöckiger Neubau geplant werden soll, wobei der Pavillon entfernt werden müsste.

«Der Zustand der Anlage vermag nicht zu befriedigen», sagt Zimmermann. Es zeichne sich ab, dass ein Neubau einer Sanierung vorzuziehen sei. Dies sei sowohl die Meinung der Mitglieder des «Think Tank» als auch der Mehrheit der Bevölkerung.

Zwei- oder dreistöckig?

Wenn der Entscheid einmal gefällt ist, ob ein zwei- oder dreistöckiger Neubau geplant wird, muss im Jahr 2016 eine Machbarkeitsstudie erstellt und ein Architekturbüro ausgewählt werden. Für die Auswahl des Architekturbüros ist das sogenannte «selektive Verfahren» vorgesehen. Somit können sich in einer ersten Phase (etwa im Sommer 2016) alle Büros zur Teilnahme bewerben. Sie werden dabei bewertet, um die Zahl der Architekturbüros für die nächste Phase auf vier bis fünf zu beschränken. Nach der Volksabstimmung über den Baukredit erfolgt dann die definitive Ausschreibung nur noch bei den für die nächste Phase qualifizierten Unternehmen.

Bauzeit von zwei Jahren

Nach der Volksabstimmung und dem Baubewilligungsverfahren wird mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren für die Turnhalle, den Zwischenbau und das Primarschulhaus (mit zwei oder drei Geschossen) gerechnet. Wenn die Volksabstimmung auf Ende 2016 angesetzt werden kann, dürfte die Bauzeit von Sommer 2017 bis Sommer 2019 dauern. In die Finanzplanung wird für die Schulanlage Schwarzenbach vorläufig ein grob geschätzter Wert von 15 Millionen Franken aufgenommen, wie der Jonschwiler Gemeinderat mitteilt. Dieser Betrag basiert auf einer Preisbasis von 800 Franken pro Kubikmeter für das Schulhaus und 600 Franken pro Kubikmeter für die Turnhalle und den Zwischenbau. (stu)