Ruhig auch ohne Schwellen

Die Bauarbeiten für die Realisierung der ersten Tempo-30-Zone in Niederuzwil im Bereich Bahnhof- und Marktstrasse haben begonnen. Sie dauern rund drei Wochen.

Kristian Filipovic
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Die Schwellen an der Ergetenstrasse und Schweizergasse werden im Zuge der Realisierung der Tempo-30-Zonen abmontiert. (Bild: Urs Bänziger)

Die Schwellen an der Ergetenstrasse und Schweizergasse werden im Zuge der Realisierung der Tempo-30-Zonen abmontiert. (Bild: Urs Bänziger)

UZWIL. Noch sorgen Schwellen dafür, dass sich das Tempo in Niederuzwil Ost in Grenzen hält und der Motorenlärm nicht zu laut wird. Nun soll die erste Tempo-30-Zone in Uzwil für einen beruhigten Verkehr sorgen. Die Bauarbeiten dafür haben in diesen Tagen begonnen. Gestern wurden die Strassen eingezeichnet. Ausserdem werden diese Woche die Fundamente gelegt. Danach werden Tafeln an der neu entstehenden 30er-Zone angebracht.

Schwellen werden abmontiert

«Die Schwellen an der Ergetenstrasse und Schweizergasse werden abmontiert», sagt der zuständige Bauleiter René Wirth vom Ingenieurbüro Billinger AG. «Trotz Schwellen kann es unter Umständen auch lärmig sein. Bei einer 30er-Zone ist es ruhiger, weil permanent Hinweise darauf gemacht werden, dass man langsam fahren muss», sagt Wirth. Die Tempo-30-Zone könnte auch Auswirkung auf den Lastwagenverkehr haben. «Beim ersten Mal werden die Lastwagen vielleicht noch durch die 30er-Zone fahren. Ich denke, mit der Zeit wird sich bei der Tempo-30-Zone der Lastwagenverkehr einschränken. Auch dies würde dafür sorgen, dass es in der Umgebung ruhiger wird.»

Nebst der Montage von Hinweistafeln, Markierungen am Boden und der Entfernung der Schwellen wird die Fahrbahn verengt. Dies jedoch in einem sehr bescheidenen Rahmen, wie der Bauleiter sagt. Diese Umsetzungen sollen dazu dienen, dass es ersichtlich ist, dass man sich in einer Tempo-30-Zone befindet. Für die Bauarbeiten sind rund drei Wochen vorgesehen.

Unterschiedliche Vorstellungen

Die Realisierung der ersten beiden Tempo-30-Zonen in Uzwil waren zuerst ins Stocken geraten. Grund dafür waren die unterschiedlichen Vorstellungen von Gemeinde und der Kantonspolizei, mit welchen Massnahmen die geplante Geschwindigkeitsreduktion durchgesetzt werden soll. Nach der Kantonspolizei hätten alle Fussgängerstreifen im Bereich der Schulanlagen in Niederuzwil aufgehoben werden müssen. Doch so weit wollte die Gemeinde bei den Massnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion nicht gehen.

Ziel der Tempo-30-Zonen sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sagte Gemeindepräsident Lucas Keel vergangenes Jahr. «Aber wenn die Gemeinde für deren Umsetzung Fussgängerstreifen und Trottoir aufheben soll, dann muss sich der Gemeinderat fragen, ob das Ganze überhaupt Sinn macht.» Die Kantonspolizei hat schliesslich den Vorschlägen der Gemeinde grünes Licht gegeben.