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RÜCKZUG: «Kirche» weicht Mehrfamilienhaus

Die Diakonie Bethanien verlässt Degersheim und verlegt das Mutter-Kind-Haus in die Stadt St. Gallen. Die Liegenschaft an der Säntisstrasse 4 soll abgebrochen werden. Die Eigentümerin plant einen Neubau.
Andrea Häusler
Seit 1994 betreibt die Diakonie Bethanien an der Säntisstrasse eine Wohngemeinschaft für Mütter und Kinder. (Bild: Andrea Häusler)

Seit 1994 betreibt die Diakonie Bethanien an der Säntisstrasse eine Wohngemeinschaft für Mütter und Kinder. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Das KiEl Bethanien St. Gallen mit Sitz in Degersheim ist ein konfessionsunabhängiges stationäres Angebot für Eltern mit Kindern in schwierigen psychosozialen Situationen. Auch schwangere Frauen oder Mütter mit leichten kognitiven und/oder körperlichen Beeinträchtigungen werden aufgenommen. Dies seit nunmehr 23 Jahren. Die Institution ist an der Säntisstrasse 4 untergebracht. Die Liegenschaft befindet sich im Besitz der Evangelisch-Methodistischen Kirche. Bis im Februar 2012 hatte die Religionsgemeinschaft hier ihren Gebetsraum. Hernach zog sich die EMK aus Degersheim zurück. Deren Mitglieder finden seither zur Ausübung ihrer Religion in Herisau oder Flawil zusammen.

Verlegung in die Kantonshauptstadt

«Die Bedürfnisse haben sich gewandelt, die Anforderungen an den Standort verändert», sagt Matthias Volkers, Leiter Betreuung & Begleitung am Hauptsitz der Diakonie Bethanien in Zürich. Die Mehrheit der Frauen, welche die sechs Plätze in der Degersheimer Institution belegen, stammt aus der Stadt oder Agglomeration von St. Gallen. Arztbesuche und Behördengänge gestalteten sich ab Degersheim aufwendig und zeitintensiv. Hinzu komme, dass die Organisation der Kinderbetreuung, aber auch die spätere Integration der aufgenommenen Mütter in der Stadt, beziehungsweise in der unmittelbaren Nähe des persönlichen Umfelds der Frauen, einfacher sei.

Wann das Mutter-Kind-Haus der Diakonie Bethanien in die Kantonshauptstadt umziehen wird, hängt vom Verlauf der Umbauarbeiten am neuen Standort ab. Matthias Volkers geht davon aus, dass dies kaum vor Ende 2018 sein wird. Die Institution wird sich in einer Liegenschaft der Pensionskasse Bethanien einmieten und das Angebot an Betreuungsplätzen auf ungefähr zehn erhöhen. Denn die Nachfrage an vollbetreuten Wohngruppenplätzen ist konstant hoch. «Wir sind eigentlich immer ausgebucht», sagt Susan Eisenhut, Leiterin des KiEl Bethanien in Degersheim.

Ihre Klientel seien Frauen quer durch alle Altersgruppen mit unterschiedlichem «Rucksack». Frauen mit Säuglingen, Kleinkindern oder auch Schulkindern, die aufgrund sozialer oder psychischer Defizite kurz- oder längerfristig eine betreute Wohnform benötigen, aber auch schwangere Frauen vor der Geburt sowie Mädchen in Ausbildung.

Abbruch und Neubau

Die Evangelisch-Methodistische Kirche als Eigentümerin der Gebäulichkeiten an der Säntis­strasse 4 plant, auf dem Areal der «aufgegebenen kirchlichen Liegenschaft» ein Mehrfamilienhaus als Anlageobjekt zu errichten.

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