Rücktritt von Sarah Bösch wäre die eleganteste Lösung

WIL. Nach der alkoholisierten Fahrt der Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch und ihrer Schimpftirade gegen die Polizei vor einer Woche in St. Gallen ist sie in weiten Teilen der deutschsprachigen Schweiz bekannt.

Hans Suter
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WIL. Nach der alkoholisierten Fahrt der Wiler SVP-Stadtparlamentarierin Sarah Bösch und ihrer Schimpftirade gegen die Polizei vor einer Woche in St. Gallen ist sie in weiten Teilen der deutschsprachigen Schweiz bekannt. Nachdem aus Kreisen der Zürcher SVP auch noch «Ungereimtheiten» zu einer von Bösch initiierten Tagesstätte für behinderte Kinder in Wädenswil ans Tageslicht drangen, verging kaum mehr ein Tag ohne neue Schlagzeile. Die 33jährige alleinerziehende Mutter will sich zu den Vorfällen gegenwärtig nicht persönlich äussern.

Partei gespalten

Ihr Verhalten stösst mittlerweile auch in der eigenen Partei auf Kritik. Zwar mag sich noch niemand offiziell dazu äussern, doch die Tage der politischen Karriere Sarahs Böschs in Wil dürften gezählt sein. Gestern abend musste sie der Wiler Stadtparlamentsfraktion und der Parteileitung der Ortspartei Red und Antwort stehen. Da der «Fall Bösch» als letzter Punkt traktandiert war, gab es keine Entscheidungen bis zur Drucklegung der Wiler Zeitung. Es ist indes davon auszugehen, dass ihr der Rücktritt aus dem Wiler Stadtparlament nahegelegt worden ist. Dies wäre für die Partei die eleganteste Lösung, sich eines Problems zu entledigen. Die SVP-Ortspartei ist in der «Causa Bösch» gespalten. Das führt zu weiterem Ärger. Der freiwillige Rücktritt wäre auch deshalb für alle Beteiligten der einfachste Weg aus der Sackgasse.

Ansehen beschäftigt

Je nach Ausgang der gestrigen Sitzung werden sich auch die anderen Wiler Parteien Gedanken machen müssen. Denn Sarah Bösch hat mit ihrem Verhalten das Ansehen des Stadtparlaments erheblich beschädigt.