Rückrundenstart in der 2. Liga interregional: Uzwil kann sich nach oben richten, Wil U20 und Bazenheid kämpfen gegen den Abstieg

Der FC Uzwil will den Schwung in die Rückrunde der 2. Liga interregional mitnehmen. Die U20 des FC Wil und der FC Bazenheid streben den Ligaerhalt an.

Tim Frei
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Das nächste Derby zwischen Uzwil (in Gelb) und Bazenheid (in Rot-Schwarz) findet am 16.Mai statt.

Das nächste Derby zwischen Uzwil (in Gelb) und Bazenheid (in Rot-Schwarz) findet am 16.Mai statt.

Bild: Ralph Ribi (Henau, 6.Oktober 2019)

Die Meisterschaften der Profiligen im Schweizer Fussball sind wegen des Corona-Virus unterbrochen. Nicht so die Amateurligen. Ihre Rückrunde beginnt – Stand Donnerstag – am Wochenende. Darunter die 2. Liga interregional, in deren Gruppe 6 mit dem FC Uzwil, der U20 des FC Wil und dem FC Bazenheid drei Clubs aus der Region vertreten sind.

Uzwil steigt mit der besten Ausgangslage in die Rückrunde. Dank eines starken Finishs beendeten die Untertoggenburger die Vorrunde auf Rang fünf. Nehmen sie diesen Schwung mit, dürften sie sich in der Spitzengruppe festsetzen. Davon weit entfernt sind die Wiler U20 und Bazenheid. Beide befinden sich im Abstiegskampf. Vor allem für den Zweitletzten Bazenheid kann es nur ein Ziel geben: den Ligaerhalt.

Die Regionalsport-Redaktion hatte vor Saisonbeginn die Rangierungen von Uzwil, Wil U20 und Bazenheid getippt. Ein Ausblick auf die Rückrunde:

FC Uzwil muss auf viele verletzte Spieler verzichten

Im Kader der ersten Uzwiler Mannschaft hat es nur einen Transfer gegeben. Fabio Hasler von der U21 des FC Winterthur stösst neu dazu, Abgänge gab es nicht. Zum Thema werden dürfte zudem Felipe Ortiz, Neuzugang der zweiten Equipe. Sokol Maliqi, Trainer der ersten Mannschaft, sagt:

«Er hat sich dort so gut entwickelt, dass er wahrscheinlich auch bei uns zum Einsatz kommt.»
Sokol Maliqi, Trainer des FC Uzwil.

Sokol Maliqi, Trainer des FC Uzwil.

Benjamin Manser

Am Samstag beim Heimspiel gegen Seuzach wird Ortiz bereits auf der Bank sein. Dies liegt an den verletzungsbedingten Ausfällen. Maliqi muss auf acht Akteure verzichten, darunter auch Stammspieler.

Zuerst der Ligaerhalt, dann die jungen Spieler fördern

Maliqi hat zwei Ziele für die Rückrunde. Zuerst will er den Ligaerhalt so schnell wie möglich sichern. «Die Gruppe ist sehr eng, unser Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur sechs Punkte», sagt er.

Sobald dieses Ziel erreicht ist, will der Trainer noch mehr auf junge Spieler setzen: «Für viele Führungsspieler stellt sich altersbedingt die Frage nach dem Rücktritt. Dafür möchten wir uns vorbereiten und die jungen Akteure noch in der Rückrunde an ihre neue Rolle heranführen.»

Redaktionstipp vor der Saison: 3. Platz. Aktuelle Rangierung: 5.

FC Wil U20: fünf Stammspieler sind gegangen

Bei der Wiler U20 hat es acht Transfers gegeben. Drei Spieler kommen neu dazu, fünf haben das Team verlassen. Besonders die Abgänge fallen ins Gewicht, sind es doch fünf Stammspieler: Eralb Foniqi (Kosova), Ilaz Ilazi (Bazenheid), Ajet Sejdija (Brühl), Ismajl Beka (Rapperswil-Jona) und Argtim Ismaili, der in die erste Wiler Mannschaft befördert wurde.

Fabinho, Trainer der U20 des FC Wil.

Fabinho, Trainer der U20 des FC Wil.

PD

Mit Ilazi und Sejdija verliert Wil den besten und drittbesten Torschützen der Vorrunde. Die beiden Offensivspieler erzielten 13 von 30 Treffern, also mehr als einen Drittel. Trainer Fabinho gesteht ein, dass die Abgänge ein grosser Verlust sind. «Wir verlieren nicht nur Qualität, sondern auch viel Erfahrung. Wir sind gezwungen, fünf neue Stammspieler zu etablieren, ich beginne quasi von Null.»

Fabinho fordert bessere Defensivleistung

Nun kommt auch noch Pech dazu: Mit Diego Vargas, Isak Beka und Ayoade Akinrinmade verletzten sich in der Vorbereitung drei Spieler, denen zugetraut wird, die Abgänge zu ersetzen – zumindest einige davon. Doch Fabinho gibt Entwarnung:

«Ihre Verletzungen sind nicht gravierend, die Spieler sollten bald wieder einsatzfähig sein.»

Vor einer Woche hat Fabinho in der «Wiler Zeitung» betont, sich so schnell wie möglich von der Abstiegszone entfernen zu wollen. Den Schlüssel dazu sieht er im Verteidigungsspiel: «Wir müssen mehr an die Defensive denken und kompakter sein. Vorne sind wir immer für ein Tor gut.»

Redaktionstipp vor der Saison: 6. Platz. Aktuelle Rangierung: 11.

Neuer Trainer und viele Transfers beim FC Bazenheid

Bei Bazenheid blieb nach der enttäuschenden Vorrunde kein Stein auf dem anderen. Der wichtigste Wechsel erfolgte auf der Trainerposition: Raffael Spescha, der Nachfolger von Edgar Coutinho, trägt seit drei Wochen die Verantwortung. Acht Neuzugängen stehen sechs Abgänge gegenüber.

Raffael Spescha, Trainer des FC Bazenheid.

Raffael Spescha, Trainer des FC Bazenheid.

Beat Lanzendorfer

Trotz vieler Wechsel in der Winterpause habe er ein intaktes Mannschaftsgefüge vorgefunden, sagt Spescha dem «Toggenburger Tagblatt»:

«Die Spieler sind top motiviert und sehr lernwillig, das erleichtert mir die Arbeit.»

Trotzdem ist er sich bewusst, dass der Abstiegskampf mit so vielen Transfers noch herausfordernder wird: «Es gilt, praktisch eine neue Mannschaft aufzubauen.»

Redaktionstipp vor der Saison: 8. Platz. Aktuelle Rangierung: 13.

2. Liga interregional

Rückrundenstart. Am Samstag: 17.00 Uzwil – Seuzach. Am Sonntag: 13.30 Widnau – Bazenheid. 14.30 Bassersdorf – Wil U20. Tabelle (je 13 Spiele). 1. Chur 30. 2. Seuzach 24. 3. Kreuzlingen 23. 4. Amriswil 22. 5. Uzwil 21. 6. Calcio Kreuzlingen 19 (28). 7. Widnau 19 (33). 8. Lugano U21 19 (39). 9. Weesen 17 (32). 10. Rüti 17 (46). 11. Wil U20 16. 12. Bassersdorf 15. 13. Bazenheid 13. 14. United Zürich 3.