Rudenzburg: Die Party geht weiter

Nachdem der Verein In-Wyl den Betrieb des Fastnachtzelts auf dem Rudenzburg-Parkplatz aufgegeben hat, tritt eine junge Crew die Nachfolge an. Das Konzept bleibt gleich: Schlager. Das Motto lautet «Schlager in the Jungle».

Philipp Haag
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Gestern Freitag stellte das «sZelt»-OK mit Leander Baumann, Raphael Zängerle und Thiemo Fisch das Fasnachtszelt auf dem Rudenzburg-Platz auf. (Bild: Philipp Haag)

Gestern Freitag stellte das «sZelt»-OK mit Leander Baumann, Raphael Zängerle und Thiemo Fisch das Fasnachtszelt auf dem Rudenzburg-Platz auf. (Bild: Philipp Haag)

WIL. Kult ist ein starkes Wort, doch das Fastnachtszelt bei der Rudenzburg-Kreuzung hat annähernd einen Kultstatus: Es ist aus der Wiler Fastnacht nicht mehr wegzudenken. Seine Strahlkraft reicht weit über Wil hinaus. Fast 20 Jahre hat der Verein In-Wyl das Partyzelt betrieben mit Tausenden von Besucherinnen und Besuchern. Nach der Durchführung im vergangenen Jahr war Schluss. Das OK zog sich zurück, mit ihm die Schlagerhausband Das Wilde Tiger Ensemble aus St. Pauli.

Schlager gehört zur Fastnacht

Eine junge Crew aus Wil tritt nun die Nachfolge an. Dass die Fussstapfen gross sind, dem sind sich Raphael Zängerle, Leander Baumann, Fabian Klingler und Thiemo Fisch bewusst. Die vier Organisatoren sind eingefleischte Fastnächtler. Sie kennen das Fastnachtszelt seit Jugendtagen. Ein Besuch gehört fix in ihren Fastnachtskalender. «Uns war es darum ein Anliegen, dass <sZelt> weiterbesteht», sagt Raphael Zängerle. Und Thiemo Fisch ergänzt: «Wir wollten nicht, dass die Party auf dem Rudenzburg-Platz eingeht.» Aus diesem Grund setzt das OK auf das bewährte Konzept: Schlager zum Mitsingen, Mittanzen und Mitschunkeln bei Gratiseintritt. «Der Schlager gehört einfach zur Fastnacht», sagt Thiemo Fisch. Das Motto im Fastnachtszelt lautet denn auch «Schlager in the Jungle». Als Band verpflichtete das OK Familie Hossa, die am Gümpelimittwoch und am Donnerstag auftreten, sowie Rexis und das Polyester Orchester, die am Freitag und Samstag für Stimmung sorgen. Zwischen den Liveauftritten lassen DJ Mouse und DJ Piccolo Partykracher laufen. Jeden Abend setzt ausserdem eine Gugge ihre schräg-lauten Töne ins Partyzelt, am Samstag sind es zwei. Gemäss dem Motto ist das Zelt im Dschungel-Stil dekoriert, inklusive eines Safari-Jeeps, einem zu einer Bar umgebauten Fahrzeug. Ergänzt wird die Autobar von acht Bars mit je einem Dschungel-Motto, die sich über 40 Meter mit Bier im Offenausschank und Drinks erstrecken. Geöffnet ist «sZelt» vom Gümpelimittwoch bis und mit Fastnachtssamstag jeweils von 19 bis 3 Uhr.

Sicherheit grossgeschrieben

Grossen Wert legt das OK auf die Sicherheit. Jeden Abend patrouillieren zwölf Security im und um das Zelt, markieren Präsenz beim Eingang und den Notausgängen. «Wir warten nicht ab, bis etwas passiert, sondern greifen ein, wenn ein Konflikt in eine Schlägerei auszuarten droht», erklärt Thiemo Fisch die hohe Anzahl an Sicherheitsmännern. Dem jungen OK liegt viel an einer fröhlichen Stimmung. Fastnacht soll Spass machen. Dass bei der ersten Durchführung der Betrieb reibungslos funktionieren muss, um die hohen Erwartungen der Fastnachtsbegeisterten – erwartet werden 5000 bis 6000 an den vier Tagen – zu erfüllen, darüber ist sich das Team im Klaren. Das erste Jahr sei das entscheidende, sagt Raphael Zängerle. Von daher sind die Organisatoren froh, können sie auf Informationen ihrer Vorgänger zurückgreifen sowie das Know-how von Raphael Zängerle und Thiemo Fisch nutzen, die seit ein paar Jahren gemeinsam mit anderen das Oktoberfest in Bronschhofen ausrichten.

Ein halbes Jahr intensiver Vorbereitung liegt hinter dem neuen Team. Gestern stellte es das Zelt für ein friedliches Dschungel-Miteinander auf, dessen Dickicht sich nach den Fastnachtstagen lichtet – für eine Fortsetzung des «sZelt» in den nächsten Jahren.

www.szelt.ch

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