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Rote Hosen und ein süsses Bergli

Rote Jacke, rote Anliegen, viel Hintergründiges und ein bisschen Süsses: Nach dem Gastauftritt in Gossau zum Wochenstart begrüsste Regierungsrätin Heidi Hanselmann am Freitag auch die SP Flawil zum neuen Jahr.
Andrea Häusler
Ein süsses Bergli zum Versetzen: Regierungsrätin Heidi Hanselmann übergab den SP-Mitgliedern – hier Gemeindrat Eddie Frei – eine Mini-«Toblerone». (Bild: Andrea Häusler)

Ein süsses Bergli zum Versetzen: Regierungsrätin Heidi Hanselmann übergab den SP-Mitgliedern – hier Gemeindrat Eddie Frei – eine Mini-«Toblerone». (Bild: Andrea Häusler)

Einige zweifelten, doch sie kam – trotz des Schneefalls, der vereisten Strassen und der Kälte. Schick gekleidet in rotem Lederjäckchen, jedoch in schwarzer Hose betrat sie den Kulturpunkt. Dies überraschte umso mehr, als sie rote Beinkleider seit Weihnachten im Schrank hängen hat. Ein Geschenk ihres Partners, der ihr in Diskussionen ab und an unterstelle «wieder die rote Hose anzuhaben», wie sie lachend aus dem Nähkästchen plauderte. Bevor es schliesslich ernst oder zumindest offiziell wurde.

Ein Kunstwort führt zum neuen Jahr

Boai. Das Wort hat Heidi Hanselmann kreiert. Denn an einem Kunstwort wollte sie sich in ihrer Neujahrsbegrüssung orientieren. «B», das stand für «besondere Wörter». Für das Unwort des Jahres. Oder für den «Bundesrat». Die Wahl zweier Frauen in die Landesregierung habe sie zwar gefreut, dass diese jedoch als Besonderheit gefeiert wurde, lasse tief blicken: «In Sachen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit bleibt noch viel zu tun.» Ohnehin brauche es die SP mehr denn je. Heidi Hanselmann kritisierte, dass die Politik auch in der Schweiz zunehmend zum Deal verkomme. Nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern der eigene Gewinn stehe im Fokus. Dabei könnten die grossen Probleme wie Klima, Gesundheit, Verkehr usw. nur gemeinsam gelöst werden.

Zum Buchstaben «O» sagte sie, dass die Bevölkerung gut beraten sei, nicht einfach zu glauben, sondern kritisch zu hinterfragen, eben «Obacht zu geben».

Gesundheitskompetenz erlernen

Hier folgte nun der erwartete Bogen zur Spitalfrage. Ihr Votum fiel knapp, jedoch nach dem Gusto der Flawiler aus. Zumindest machte sie klar, dass Spitalschliessungen nicht per se Einsparungen brächten. Zumal diese auch Kostenverschiebungen verursachen könnten. Sparpotenzial sieht Hanselmann vor allem bei der Zahl der Behandlungen. «Wir müssen Gesundheitskompetenz lernen – Gesundheitsförderung und Prävention betreiben».

Die Gesundheitsministerin schloss ihr Wortspiel mit dem Buchstaben «A» für «Anfang eines Wahljahrs», das beherzten Einsatz verlange, wenn das Ziel, drei Nationalratssitze und die Wiederwahl von Ständerat Paul Rechsteiner, erreicht werden wolle. Und «I»? Das bedeute «Innovative SP». Für die Allgemeinheit einzustehen sei anstrengend, sagte Heidi Hanselmann und forderte die Flawiler SP auf: «Bleibt mühsam auch wenn es unbequem ist.»

Wortspiel führt zu 2019

Boai. Eine eigene Wortschöpfung ist es nicht, wie Heidi Hanselmann am Ende zugab. Es gibt gleichnamige Zentren in Budapest und Sion sowie einen Bezirk in China. Seinen Zweck erfüllte der Begriff gleichwohl. Und wenn man den Blick hinter die Buchstabenkombination wagte, entdeckte man Überraschendes: «B» ist der 2. Buchstabe des Alphabets, «O» steht für «0», «A» für den 1. Buchstaben und «I» für den 9. Sprich: 2019.

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