Rosengarten soll überbaut werden

Der Jonschwiler Gemeinderat hat für das Gebiet zwischen Föhrenstrasse, Jonschwilerstrasse und Wilerstrasse im Zentrum von Schwarzenbach eine Planungszone erlassen. Mit den Grundeigentümern sollen Überbauungsmöglichkeiten eruiert werden.

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Wo heute noch Wiese ist, könnten vielleicht schon bald einmal neue Wohnbauten stehen. Am 19. August lädt der Jonschwiler Gemeinderat die betroffenen Grundeigentümer und Anstösser zu einer Versammlung. (Bild: mf.)

Wo heute noch Wiese ist, könnten vielleicht schon bald einmal neue Wohnbauten stehen. Am 19. August lädt der Jonschwiler Gemeinderat die betroffenen Grundeigentümer und Anstösser zu einer Versammlung. (Bild: mf.)

Jonschwil/Schwarzenbach. «Eingezontes und zentral gelegenes Bauland sollte aus raumplanerischer Sicht überbaut werden», stellt der Gemeinderat Jonschwil diese Woche in einem Communiqué fest. Diesbezüglich unternehme die Gemeinde besondere Anstrengungen, erklärt Jonschwils Gemeindepräsident Stefan Frei auf Anfrage der Wiler Zeitung erklärt. «Wir versuchen, Baulücken im Zentrum zu vermarkten und suchen jeweils mit den betroffenen Grundeigentümern das Gespräch», so Frei.

Baulücken schliessen

In den vergangenen Monaten und Jahren habe in verschiedenen zentralen Baugebieten in der Gemeinde eine erfreuliche Entwicklung stattgefunden, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Beispiele hierfür werden in Schwarzenbach die Gebiete Dorfwies und Dörfli mit insgesamt fünf neuen Mehrfamilienhäusern angeführt. Auch in Jonschwil befänden sich zwischen der Wildbergstrasse und der Oberdorfstrasse zwei Mehrfamilienhäuser im Bau, womit eine weitere Lücke in der Bauzone geschlossen und genutzt werden könne.

Ebenso habe kürzlich mit dem Bau von zwei Mehrfamilienhäusern östlich der Oberstettenstrasse begonnen werden können. «Solche Projekte kommen nur dann zustande, wenn die Grundeigentümer einverstanden sind und Investoren gefunden werden können», betont Stefan Frei. Dies gelinge nicht immer.

4000 Einwohner im Jahr 2020

Im Rahmen einer vorausschauenden Ortsplanung beschäftige sich der Gemeinderat immer wieder mit der Frage, wo und wie die Weiterentwicklung der Gemeinde stattfinden solle.

Eine Rolle spielt dabei auch die Einwohnerzahl. «Im aktuellen Richtplan, welcher im Jahre 2005 verabschiedet wurde, ist definiert, das die Gemeinde Jonschwil im Jahre 2020 rund 4000 Einwohnerinnen und Einwohner beheimaten soll», weiss der Gemeindepräsident. Dabei werde indes nicht zwischen den Dörfern Jonschwil und Schwarzenbach unterschieden.

Derzeit habe Schwarzenbach dank vier neuer Einfamilienhäuser im Dorfwies-Quartier etwa 80 Einwohner mehr als Jonschwil, doch ändere sich dieses Verhältnis laufend. «Wichtig ist jedoch, dass die Primarschulen beider Dörfer für alle Klassen genügend Schüler haben», erklärt Stefan Frei. Dies sei aktuell gewährleistet.

Forderungen erfüllen

Nebst der etappenweisen Einzonung von neuem Bauland in den Gebieten Weingarten und bei der Sonnenhalde Jonschwil, vorgesehen für die Jahre 2011

bis 2013, werde auch regelmässig geprüft, wo noch bestehende, möglichst zentrumsnahe Baugebiete genutzt werden könnten. «Von den übergeordneten Instanzen wird je länger, je mehr gefordert, dass bestehende Baulücken aufzufüllen sind, bevor neues Land eingezont wird», schreibt der Gemeinderat.

Versammlung am 19. August

Die Aufmerksamkeit des Gemeinderats hat in der Folge ein rund 10 000 Quadratmeter grosses Gebiet an zentraler Lage in Schwarzenbach auf sich gezogen.

Dafür wurde eine Planungszone erlassen (siehe Kasten), um die langfristigen Überbauungsmöglichkeiten zu planen. Es handelt sich konkret um das Gebiet, das östlich durch die Föhrenstrasse, westlich durch die Jonschwilerstrasse und nördlich durch die Wilerstrasse begrenzt ist und gegenwärtig nur zu einem kleinen Teil überbaut ist. In Anlehnung an das frühere Restaurant Rose werde das Gebiet als Rosengarten bezeichnet.

Am 19. August wird der Stein ins Rollen gebracht. Dann lädt die Gemeinde sämtliche betroffenen Grundeigentümer und Anstösser zu einer Versammlung, um gemeinsam die Möglichkeiten einer Überbauung zu eruieren. «Es könnte möglich sein, dass das von uns gewählte Gebiet noch vergrössert oder verkleinert wird – je nach Reaktion der betroffenen Einwohner», bekräftigt Stefan Frei.

«Eine Variante ist», so der Gemeindepräsident, «dass man etwas Ähnliches realisiert wie schon vor 30 Jahren bei der Überbauung Dörfli.» (gk./mf.)

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