Roman Ruch nimmt neuen Anlauf

Roman Ruch vom Curling Club Uzwil hat sich hinsichtlich der nächsten Saison entschieden, mit einem neuformierten Team nochmals Nationalliga A spielen zu wollen und es bis in die Finalrunde zu schaffen.

Urs Nobel
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Das neue Uzwiler Team um Skip Roman Ruch (links), Michael Hauser (2.v.l.), Bastian Wyss (3.v.l.) und Michael Devaux. (Bild: pd)

Das neue Uzwiler Team um Skip Roman Ruch (links), Michael Hauser (2.v.l.), Bastian Wyss (3.v.l.) und Michael Devaux. (Bild: pd)

CURLING. Drei Uzwiler Teams starten ambitioniert in die Saison. Das Frauenteam um Skip Ursi Hegner sowie die Quartetts um Rolf Bruggmann und Roman Ruch. Alle drei wollen in diesem Winter national eine Rolle spielen und geben ihre Ziele mit der Teilnahme an der Finalrunde NLA an. Dass Ursi Hegner und Rolf Bruggmann diesen Weg einschlagen, war schon seit einiger Zeit bekannt. Dass aber auch Roman Ruch nochmals und mit einem zur Hälfte neuformierten Team ins Rennen steigt, überrascht doch einigermassen.

Nochmals ehrgeizig

Roman Ruch ist beruflich stark ausgelastet und es hätte deshalb nicht überrascht, wenn er sportlich kleinere Brötchen gebacken hätte. «Der Ehrgeiz hat mich nochmals gepackt und so entschlossen sich mein langjähriger Gefährte Michael Devaux und ich, nochmals ein Team zusammen zu formieren und uns zusammen mit den beiden jungen Michael Hauser und Bastian Wyss der Herausforderung erneut zu stellen.»

Ziel Finalrunde

Das Ziel ist klar: Roman Ruch und sein Team wollen in der Nationalliga A in die Finalrunde und um den Meistertitel mitspielen. «Die Konstellation für einen guten Rang ist in dieser Saison etwas günstiger, weil sich einige prominente und routinierte Teams vom Wettkampfgeschehen zurückgezogen haben.» Der Weg in die NLA und dort in die Finalrunde ist jedoch beschwerlich. Zuerst stehen die Interregionalen Meisterschaften in Urdorf an und dort muss sich das Team Ruch unter die ersten drei plazieren, um die Qualifikationshürde Swissleague bestreiten dürfen. Pikant: Die beiden Uzwiler Teams könnten sich auf diesem Weg gegenseitig behindern, denn beide müssen dieselben Hürden für eine Qualifikation bestreiten und werden wohl auch aufeinandertreffen. «Unser Team befindet sich zwar noch in einem Findungsprozess», sagt Roman Ruch, «und daher ist es schwierig zu sagen, wer von uns beiden Uzwiler Teams stärker ist.»

Einen ersten Eindruck über das eigene Leistungsvermögen wird das Team Ruch an diesem Wochenende in Basel, am Swiss Cup, erhalten. Und eine Woche später am Weltcup in Edinburgh. Haupt- und Generalproben auf höchstem Niveau. Ansonsten belässt es das Ruch-Team aber mehrheitlich beim gemeinsamen Training, einmal in der Woche in Wetzikon. «Wir sind aber auch gefordert, zusätzlich individuelle Trainingseinheiten zu absolvieren. Ansonsten stehen wir auf verlorenem Posten», warnt Roman Ruch. Der Skip verfügt in seinem Kader inklusive sich selber nur über ein Viererteam, was ein gewisses Risiko in sich birgt. «Sollte mir beispielsweise etwas passieren, so kann Michael Hauser jederzeit für mich ins Haus stehen», erklärt Roman Ruch, der aber auch weiss, dass mit seinem Bruder Manuel immer noch ein valabler Notnagel bereitstünde.

Roman Ruch ist in den vergangenen Jahren gelassener geworden, meint aber, dass er nicht weniger ehrgeiziger sei. Den Charakter seines Teams bezeichnet er als Mischung aus coolen und ruhigen Typen und Arbeitern. «Unsere zwei jungen Wilden müssen den Gegenpol im Team bilden.» In einem Team, das aus Spielern besteht, die einen grossen Aufwand für ihre Sportart betreiben, dieser aber nicht alles unterordnen wollen.

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