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"Rössli" in Magdenau erneut vor einem Pächterwechsel

Nach drei Jahren ist Schluss: Manuela Dudli gibt die Pacht des Klosterhof Rössli in Magdenau auf. Das idyllisch gelegene Restaurant des Klosters Magdenau ist am 23. Dezember letztmals geöffnet.
Andrea Häusler
Die Sonnentage sind Geschichte, Schatten haben sich über den "Kosterhof Rössli" gelegt: Noch vor Weihnachten wird der Landgasthof geschlossen.

Die Sonnentage sind Geschichte, Schatten haben sich über den "Kosterhof Rössli" gelegt: Noch vor Weihnachten wird der Landgasthof geschlossen.

Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen. Mit viel Herzblut, voller Tatendrang und einer gehörigen Portion Zuversicht hatte die gelernte Köchin und Kauffrau das «Projekt Klosterhof Rössli» im Spätherbst 2015 in Angriff genommen. Da wurde geputzt, renoviert und wo nötig infrastrukturell aufgerüstet. Denn anderthalb Jahre lang hatte das Gasthaus zuvor leer gestanden.

Fast genau drei Jahre nach der Wiedereröffnung am 3. Dezember 2015 ist die Euphorie der Ernüchterung gewichen. «Liebe Gäste und Freunde vom Klosterhof Rössli, per Ende Dezember werde ich mich vom Klosterhof Rössli verabschieden und neue Wege gehen. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, war das Restaurantleben doch stets eine Herzensangelegenheit», heisst es auf der Homepage des Gasthofs.

Viel mehr mag Manuela Dudli zu ihrem Entscheid nicht sagen. Es seien wirtschaftliche Überlegungen gewesen, welche sie zu diesem Schritt gezwungen hätten, führt sie auf Anfrage an. Das «Aus» sei für sie eine «emotionale Sache», habe sie sich mit der Übernahme des historischen Gastronomiebetriebs doch einen Traum erfüllt. Auch habe sie in den vergangenen Jahren viel lernen und zahlreiche neue Kontakte knüpfen dürfen. Die Frage, ob sie sich zu blauäugig in das Abenteuer «Rössli» gestürzt habe, verneint die heute 30-Jährige entschieden. «Verschiedene Umstände» hätten die Betriebsführung erschwert, sagt sie. Dies nebst der Tatsache, dass sich die Gastronomie-Branche im Allgemeinen verändert habe.

Enttäuschung für die Klostergemeinschaft

Schwester Raphaela, Äbtissin des Klosters Magdenau, dem der Gastronomiebetrieb gehört, bleibt nur die Enttäuschung. Und diese verhehlt sie nicht. Kein Wunder. Pächterwechsel waren in den vergangenen zehn Jahren mehr Regel denn Ausnahme. Fünf Jahre lang hatten Gabi Seidelberg Epting und Ueli Epting ab Dezember 2008 auf dem «Rössli» gewirtet. Dann gingen die Lichter aus. Bevor anderthalb Jahre später Manuela Dudli das Gasthaus übernahm, um sich noch vor Ablauf des Fünfjahres-Vertrags wieder zurückzuziehen.

Wo der Hund begraben liegt, weiss Schwester Raphaela «beim besten Willen» nicht. Fest steht für sie hingegen: «Wer Erfolg haben will, braucht einen sehr langen Atem.» Lang, das seien mindestens sechs, sieben Jahre freudvollen Schaffens, präzisiert sie. Dies sei ihr von einer erfahrenen Gastrononomin gesagt worden.

Suche nach einer Pächterfamilie

Jetzt steht die Klostergemeinschaft neuerlich vor der Herausforderung, ihren Gastwirtschaftsbetrieb, der für sie auch eine wichtige Einkommensquelle ist, neu zu verpachten. Den idealen Partner sieht die Äbtissin in einer Wirtefamilie, die auch hier wohnt. Ein Familienbetrieb ermögliche maximale Flexibilität hinsichtlich der Öffnungszeiten und Einsparungen bei den Personalkosten. «Denn, mit zu vielen Angestellten geht die Rechnung nicht auf», weiss sie.

Schwester Raphaela stehen jedoch noch andere unangenehme Aufgaben bevor. Unter anderem obliegt es ihr, mit jenen fünf Brautpaaren eine Lösung zu finden, die das «Rössli» für den Apéro nach der Trauung in der in der St. Verena-Kirche im nächsten Jahr reserviert haben. Sie ist jedoch guter Dinge, besinnt sich auch hier auf ihren persönlichen Leitsatz: «Den Menschen stets wohlwollend gegenübertreten.»

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