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Rock’n’Roll mit einer Prise Exotik: Emanuela Hutter aus Wil startete ihre Karriere als Sängerin in Wil

Ihre Karriere startete Emanuela Hutter in Wil. Mittlerweile feiert die Hillbilly-Sängerin internationale Erfolge.
Adrian Zeller
Emanuela Hutter hat den Ruf, die «Ikone des internationalen Rock-’n’-Roll-Undergrounds» zu sein.Bild: PD

Emanuela Hutter hat den Ruf, die «Ikone des internationalen Rock-’n’-Roll-Undergrounds» zu sein.Bild: PD

Sie habe schon immer das Bedürfnis gehabt, zu singen, erzählt die Wilerin Emanuela Hutter, die 1986 aus der Stadt weggezogen ist. Nach einem längeren Aufenthalt in New York lebt sie mittlerweile in Zürich. «Meine erste Band war The Buechsenbeers aus Wil. Dort konnte ich ein Jahr lang erste Bühnenerfahrungen sammeln. Und weiter ging’s dann mit meiner eigenen Band MD Moon. Danach fusionierte ich quasi mit Oliver Baroni von den Hillbilly Headhunters, was zu Hillbilly Moon Explosion führte.» Den Musikstil, den sie und ihre Mitmusiker pflegen, umschreibt Emanuela Hutter so: «Es ist Rock’n’Roll; purer Rock’n’Roll mit einer Prise Exotik.» Aussenstehende nennen die Sängerin die «Ikone des internationalen Rock’n’Roll-Undergrounds.»

Ihr erstes Konzert gab die Hillbilly-Band Ende 1999. In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die Band unzählige Auftritte in vielen Ländern absolviert, Kritiker sowie andere internationale Musiker spenden der Formation aus der Schweiz Lob und Anerkennung.

Interkontinentale Fangemeinde

Mittlerweile hat sich eine interkontinentale Fangemeinde gebildet. Ihr Clip zu «My Love Forever More» wurde auf Youtube bereits 17 Millionen Mal aufgerufen. Die Sängerin freut sich: «Ein Highlight sind unsere treuen Fans auf der ganzen Welt von Indonesien bis in die USA, von Finnland bis Griechenland.» Manche lassen sich gar die Unterschrift der Sängerin auf die Haut tätowieren. «Es schmeichelt mir sehr, dass wir überall, wo wir hinkommen, so treue Fans haben, ob in Moskau, Las Vegas, Nashville, Helsinki, Athen, Belfast oder London. Überall werden wir begeistert empfangen.» Emanuela Hutter ergänzt: «Es gibt Konzertbesucher, die fahren irrsinnig weit. Ich musste schon LPs signieren, die ein Fan aus St.Petersburg mitbrachte, der dafür extra nach Tampere in Finnland fuhr, um uns zu sehen.» Rekordhalter ist ein Fan aus Midwest, der nach Seattle fuhr. Er war mehr als einen Tag in seinem Auto unterwegs, um die Band aus der Schweiz live zu sehen.

Interviews von Spanien bis Russland

Es rühre sie, wenn das Publikum die Texte lauthals mitsinge, zum Beispiel in Spanien oder kürzlich in Dublin und Belfast, sagt Emanuela Hutter. Auch die Medien zeigen grosses Interesse an der Äbtestädter Sängerin. Kürzlich wurde sie etwa von der Zeitschrift der Fluggesellschaft Aeroflot interviewt. In den USA und in Spanien wurde sie schon mehrfach vor das Radiomikrofon gebeten.

Das häufige Übernachten in wechselnden Hotelbetten und die Reisen von Auftrittsort zu Auftrittsort verlangt eine robuste Motivation. Woraus bezieht sie Emanuela Hutter? Die Antwort kommt knapp und klar: «Songs schreiben zu können und sie vortragen zu dürfen und Menschen damit nahe zu gehen.» Sie fügt an: «Das schönste Kompliment ist, wenn mich junge Frauen darauf ansprechen, dass ich ein Vorbild für sie bin.»

Am 15. November live im Gare de Lion

Und welche Pläne für die nächste Zukunft hegt die Sängerin? «Ich plane Soloaufnahmen und bin zurzeit sehr begeistert, dass zwei Musiker, die ich selber sehr toll finde, als Produzenten an meinen Songs interessiert sind.» Zudem singe sie auf der nächsten Veröffentlichung von Robert Gordon ein Duett mit ihm.

Demnächst ist auch ein Auftritt in ihrer Heimatstadt Wil geplant: Am Freitag, 15. November, tritt Emanuela Hutter mit ihrer Band Hillbilly Moon Explosion im Gare de Lion auf. Es sei für sie schon etwas seltsam, vor heimischem Publikum aufzutreten, sagt die Musikerin. «Ich spiele glaubs besser und freier vor Publikum, das mich nicht kennt.»

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