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Gerockt bis zum Abbruch: Gewitter führt zu vorzeitigem Ende des Rock am Weier

Man muss die Open Airs in der Schweiz nicht vergleichen. Das 19. Rock am Weier wurde aber wieder äusserst erfolgreich durchgeführt und sucht seinesgleichen. Die Stimmung? Top – zumindest bis zum Abbruch.
Christoph Heer / Gianni Amstutz
Am Freitagabend sind 6500 Besucher auf dem Areal: Rekord. (Bild: Daniel Lux)

Am Freitagabend sind 6500 Besucher auf dem Areal: Rekord. (Bild: Daniel Lux)

Bei den Verantwortlichen des Rock am Weier herrscht leichte Katerstimmung. Nicht etwa, weil sie zu lange gefeiert hätten. Im Gegenteil: Hörte man sich bei ihnen um, so war am Samstagnachmittag wiederkehrend davon zu hören, dass man mit einem starken Gewitter rechnet. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden Vorkehrungen getroffen, die bei einem möglichen Open-Air-Abbruch greifen würden. Dann um 20.30 Uhr die traurige Gewissheit. Das Festival musste vorzeitig beendet, das Gelände geräumt werden. Prognostizierte Sturmböen bis 100 km/h, Starkregen und Gewitter gefährdeten die Sicherheit der Besucher. An eine Fortführung des Open Airs ist nicht zu denken.Marc Bislin, Medienverantwortlicher des Festivals, sagt:

«Der Entscheid war sicher nicht einfach, aber letztlich richtig, denn die Sicherheit geht vor»

Das Wichtigste sei, dass keine Person zu Schaden gekommen sei.

Finanzieller Schaden in unbekannter Höhe

Zum Zeitpunkt des Abbruchs seien noch über 3000 Personen auf dem Gelände gewesen. Trotzdem verlief die Räumung des Areals friedlich und geordnet. Das Publikum habe den Entscheid sehr verständnisvoll aufgenommen, so Bislin. Das Sicherheitskonzept habe gegriffen. Ob das Inventar des Festivals Schaden genommen habe, müsse nun eruiert werden, sagt Bislin. Grössere Schäden an der Bühne oder den Zelten seien aber am Sonntagnachmittag bei den Aufräumarbeiten noch keine festzustellen gewesen.

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Beste Stimmung vor dem Abbruch des Festivals: Impressionen vom Rock am Weier in Wil

Finanziell dürfte das Festival hingegen sicher Schaden genommen haben. «Die Stunden in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 21 und 2 Uhr sind für uns eine wichtige Einnahmequelle», sagt Bislin. Der Ausfall werde das OK treffen, wie stark könne aber noch nicht gesagt werden.

Dabei hatte alles hervorragend begonnen. Schon am Freitagabend tummelten sich rund 6500 Besucher auf dem Areal: Rekord. Noch mehr wurden es am Samstag, als es hiess, «Kids on Stage» und «Cosmic Space Girl». Das beliebteste Gut war, angesichts der Hitze, eindeutig das kühle Getränk, oder, für die kleinen Besucher, ein leckeres und ebenso kühlendes, Softeis. Die Stimmung während all der Stunden? Top.

Gitarrenriffs und Schlagzeugpower von «Catalyst», soulig-rockiges von «Ava», oder gefühlvolles von «Belinda del Porto». Da waren sogar Technofans zufrieden und tanzten mit. Das durchschwitzte Oberteil eines jungen Herrn war mit dem bekannten Techno und Hardstyle Festival Tomorrowland beschriftet, also kann davon ausgegangen werden, dass er sich nicht täglich in diesem ganz speziellen «Rock am Weier»-Ambiente aufhält.

Motiviertes und engagiertes OK

Vor dem Abbruch hörte sich unsere Zeitung, bei knapp 30 Grad an der Sonne, auf dem Areal um und stellte die Frage, wie denn das 19. Rock am Weier ankommt. «Kostenlos, megagut, friedlich», sagte ein junger Mann aus dem Hinterthurgau. «Obschon zahlreiche eher unbekanntere Bands spielen, ist der Musikmix immer wieder super», meinte eine Wilerin. Und ein, von weit her Gereister, sagte:

«Bei uns stand zur Debatte, das Greenfield in Interlaken zu besuchen. Doch wir entschieden uns für das Rock am Weier, ein weiser Entscheid.»

Die vierköpfige Gruppe aus Baselland weiss eben, wo die richtig guten Festivals stattfinden. Und dann sind da die zahlreichen Wiler Polit-Persönlichkeiten wie Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, Stadtrat Dario Sulzer, oder Stadtparlamentarier Mike Sarbach. Auch sie geniessen einmal mehr ein wunderbares Rock am Weier.

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