RiWi vor dem ersten Ernstkampf

Die NLA-Faustballer von RiWi starten ihre Saison heute mit dem Auswärtsspiel in und gegen Diepoldsau. Bereits zum Saisonbeginn ein sehr starker Gegner für die Hinterthurgauer.

Herbert Brägger
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Faustball. Mit einem stark verjüngten Team, angeführt von einem neuen Trainer, möchte RiWi die neue Hallensaison nutzen, das schwache Abschneiden in der vergangenen Feldsaison vergessen zu machen und das Team so zu festigen, dass es im kommenden Frühjahr wieder «bei den Leuten» sein kann.

Die Hallenmeisterschaft wird wieder nach dem bereits bewährten Modus gespielt. Sechs NLA-Teams spielen in der Halle eine einfache Runde, jeder gegen jeden. Die Sätze werden auf elf respektive 15 Punkte und jede Partie auf fünf Gewinnsätze gespielt.

Es kann also durchaus vorkommen, dass eine Partie über neun Sätze gespielt werden muss. Die ersten vier Teams spielen am Schluss eine Finalrunde, für den Fünften ist nach der Vorrunde Saisonende und der Sechste steigt in die NLB ab.

Einschneidende Änderungen

Ab- und Zugänge nach Abschluss der Feldsaison haben das RiWi-Team personell und auch spieltaktisch stark verändert.

Dem Wunsch des bisherigen Spielertrainers Marcel Eicher, sein Traineramt abzugeben, konnte entsprochen werden. Er möchte sich nun als erfahrener Spieler im Team auf sein Ziel, die WM 2011 in Österreich nochmals mit der Schweizer Nati zu bestreiten, in Ruhe vorbereiten können. Sein Job wurde vom erfahrenen RiWi-Abwehrspieler Benj Meile übernommen, der aber vom Spielfeldrand aus arbeiten möchte und somit nicht mehr als Spieler zur Verfügung stehen wird. Neben Meile scheidet auch Silvan Küttel aus dem Team aus.

Ergänzt wurde das Team mit den folgenden drei Spielern aus dem eigenen Nachwuchs: dem Angreifer Cyrill Mettler, dem Zuspieler Pascal Holenstein und dem Abwehrspieler Benno Hess. Die bisherigen Angreifer Philipp Jung und Kevin Hagen sowie die Defensivfraktion mit Marcel Eicher, Marco Bosshart und Silvan Jung bleiben im Team.

Intensive Vorbereitungszeit

Trainer Meile ist überzeugt, dass er sich zusammen mit dem Team gut vorbereiten konnte und zuversichtlich in die kommenden Ernstkämpfe gehen kann. Er ist sich aber auch bewusst, dass seine Aufgabe sehr schwer sein wird, denn alle seine Gegner können sehr guten Faustball spielen und werden sein Team sicher zu hundert Prozent fordern. Das primäre Saisonziel ist deshalb auch ganz klar der Ligaerhalt.

Meile äussert sich aber etwas positiver, wenn er meint: «Wir peilen natürlich den vierten Rang an, um die Finalrunde mitspielen zu können, denn wir haben an Vorbereitungsturnieren unsere Stärken und natürlich auch noch einige Schwächen vor Augen geführt bekommen und wissen ganz genau, wo wir den Hebel noch ansetzen müssen.» Die wichtigste Aufgabe für RiWi wird aber sein, bis zum Start der nächsten Feldsaison wieder mit einem schlagkräftigeren Team antreten zu können.

Mit dezimiertem Team

Heute Donnerstagabend um 19.30 Uhr wird in Diepoldsau die erste Partie angepfiffen. Mit dem Gastgeber treffen die Hinterthurgauer auf den letztjährigen Bronzegewinner in der Halle und amtierenden Vizemeister auf dem Feld. Es wird spannend sein zu sehen, ob und wie das Team das Gelernte gegen diesen starken Gegner umsetzen kann. Schade ist, dass Meile nicht sein ganzes Kader zur Verfügung steht.

Dass Marcel Eicher als Funktionär mit der Frauen-Nationalmannschaft momentan an der WM in Chile ist, war schon lange geplant, dass aber Pascal Holenstein vom «Bund» für diese Partie keinen Urlaub bekommen hat, ist neu. Leider hat sich dazu noch Schlagmann Jung leicht verletzt und er wird voraussichtlich nur teilweise einsetzbar sein. Aber auch mit dieser Situation muss das Team lernen umzugehen.

Schlag auf Schlag geht es nachher weiter mit erstklassigen Gegnern, denn bereits eine gute Woche später, am Samstagabend, dem 4. Dezember, wird Meister Schwellbrunn in der Ägelseehalle in Wilen zu Gast sein.

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